Viele Modelleisenbahnen und eine spannende Geschichte

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
thrillertopia Avatar

Von

Es geht um seltsame Todesfälle und Vorkommnisse rund um eine Stadt, begleitet von vielen Modelleisenbahnen.

Was für eine Fahrt! Mal mit einem Güterwagen, mal mit dem ICE und dann noch der Regionalzug – und das alles für nur 17 Euro.

Der Prolog war ein TGV. Deshalb hatte ich mich für das Buch interessiert. Doch die Station endete prompt und es folgten viele endlose Güterwaggons und ab und zu ein Regionalzug. Ehrlich gesagt, hätte ich weniger Waggons besser gefunden. Bestimmt 100 Seiten weniger hätten dem Buch einen ICE-Flair verliehen. Teilweise habe ich Seiten überflogen, so wie man am Bahnhof steht und die Güterwaggons an einem vorbeiziehen.

Doch dann, ab der Mitte des Buches, waren alle Güterwaggons verpufft und ein stattlicher Regionalzug fuhr vor. Es wurde spannend. Nein, es wurde mit jeder Seite spannender. Das letzte Viertel habe ich nur noch mit dem ICE im Hochstempo gelesen. Was für eine krasse Story! Als Thriller würde ich das Buch jedoch nicht bezeichnen. Es ist eine Mischung aus Horror und Science-Fiction mit Gestaltwandlern und etwas Thriller.

Mit der Mitte des Buches wurde ich dann auch mit den Figuren warm. Ich mochte Annie und Charlie sehr. Eigentlich hatte ich fast damit gerechnet, dass das Ende offen bleibt und eine Fortsetzung möglich ist, denn das wäre auf jeden Fall noch drin gewesen.

Fazit: Mein Durchhalten wurde belohnt. Endlich ein Buch, das mich – abgesehen von dem vielen unwichtigen Geschwafel (es ist nicht wichtig, ob man links oder rechts geht usw.) – gut unterhalten hat. Es hat sich in meinem Kopf eingebrannt. Das können nur wenige Bücher. Kein Hype, auch keine fünf Sterne, wegen der Güterwaggons, aber ein Buch, das einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.