Ein abgelegenes Haus, eine ungewöhnliche Familie und das Gefühl, dass hier etwas nicht stimmt

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jule2005 Avatar

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Schon der ungewöhnliche Einstieg von Landleute hat mich neugierig gemacht. Die Leseprobe beginnt mit einer geheimnisvollen Geschichte über eine Höhle, seltsame Kreaturen und eine verschwundene Welt, bevor wir zu einer scheinbar ganz normalen Familie wechseln, die für ein Jahr von Kalifornien nach Vermont zieht. Gerade dieser Kontrast hat bei mir sofort die Frage ausgelöst, wie diese beiden Handlungsstränge wohl zusammenhängen.

Daniel Masons Schreibstil gefällt mir ausgesprochen gut. Er ist sehr bildhaft, gleichzeitig aber auch wunderbar trocken und humorvoll. Besonders die Beschreibung der Familie und ihrer Reise hat mich mehrfach zum Schmunzeln gebracht. Allein die Tatsache, dass der Hund Giuseppe praktisch die gesamte Autofahrt auf dem Schoß des Vaters verbringt, während dieser eigentlich ganz andere Vorstellungen von der Reise hatte, macht die Familie sofort lebendig. Auch die kleinen Details über die Kinder, die unterschiedlichen Erwartungen an das Landleben und die akademische Welt der Eltern fand ich großartig.

Die vier Familienmitglieder wirken sehr unterschiedlich und gerade deshalb interessant. Besonders Miles hat es mir angetan: Er arbeitet seit vierzehn Jahren an seiner Dissertation, ändert dabei ständig sein Thema und scheint sich mit großer Begeisterung von einer Idee zur nächsten treiben zu lassen. Gleichzeitig träumt er davon, auf dem Land plötzlich zum Landwirt zu werden, obwohl seine praktische Erfahrung offenbar eher überschaubar ist. Auch Kate finde ich spannend, weil sie als erfolgreiche Literaturwissenschaftlerin ganz andere Vorstellungen von ihrem neuen Leben hat. Bei den Kindern gefällt mir besonders, dass Olive und Wesley die neue Umgebung völlig unterschiedlich wahrnehmen.

Je näher die Familie ihrem neuen Zuhause kommt, desto stärker verändert sich allerdings die Stimmung. Die zunächst humorvolle Reise bekommt etwas Unheimliches. Das abgelegene Haus, die seltsame Vorgeschichte des Besitzers, die ungewöhnliche Umgebung und vor allem die mysteriösen Andeutungen aus dem ersten Teil der Leseprobe lassen mich vermuten, dass die Familie dort nicht einfach nur ein ruhiges Jahr auf dem Land verbringen wird. Spätestens bei der Ankunft im Nebel hatte ich das Gefühl, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.

Besonders neugierig bin ich deshalb darauf, wie die verschiedenen Elemente zusammenfinden werden. Was hat es mit der Höhle und der „verschwundenen Welt“ auf sich? Welche Rolle spielen die lokalen Legenden? Und warum scheint das Haus, in dem die Familie nun leben soll, schon vor ihrer Ankunft so viele Warnzeichen zu haben?

Ich erwarte eine ungewöhnliche Mischung aus Familienroman, Mystery und vielleicht sogar etwas Horror. Die Leseprobe hat mich vor allem durch ihre eigenwillige Erzählweise und den Wechsel zwischen humorvollen Alltagssituationen und einer zunehmend unheimlichen Atmosphäre überzeugt. Ich möchte unbedingt herausfinden, was die Familie in Vermont erwartet und warum ich das Gefühl habe, dass ihr idyllischer Traum vom Landleben ziemlich schnell zum Albtraum werden könnte.