Hat mich gleich neugierig gemacht

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
jenny87 Avatar

Von

Schon die Leseprobe von „Landleute“ hat mich neugierig gemacht. Daniel Mason verbindet hier auf eine ungewöhnliche Art Humor, Alltagsbeobachtungen und die Frage, was eigentlich passiert, wenn man plötzlich aus seinem gewohnten Umfeld herausgerissen wird.
Im Mittelpunkt steht Miles, der gemeinsam mit seiner Frau Kate und den beiden Kindern für ein Jahr aufs Land zieht. Während Kate beruflich schnell Anschluss findet, möchte Miles eigentlich endlich seine Doktorarbeit fertigstellen – an der er allerdings schon viel länger arbeitet, als ursprünglich geplant. Statt konzentriert an seiner Arbeit zu sitzen, lässt er sich immer mehr von seinem neuen Umfeld und den Menschen dort ablenken.
Besonders gut gefallen hat mir an der Leseprobe, wie skurril und gleichzeitig sympathisch die Figuren und Situationen wirken. Die Dorfgemeinschaft scheint aus lauter eigenwilligen Charakteren zu bestehen, und Miles wird immer mehr Teil dieser ungewöhnlichen Welt. Gerade seine Begegnungen mit den Einheimischen versprechen jede Menge Situationskomik.
Gleichzeitig steckt hinter dem Humor aber deutlich mehr. Miles wirkt wie jemand, der ein bisschen den Halt und seine Richtung verloren hat. Das Landleben wird für ihn zunächst zu einer willkommenden Ablenkung. Doch je mehr er sich darauf einlässt, desto stärker scheint es ihn zu verändern. Besonders neugierig macht mich die Gruppe von Menschen, die an eine Hohlwelt unter der Erde glaubt. Das klingt zunächst völlig absurd, könnte aber noch eine viel größere Bedeutung für Miles bekommen.
Ich mag Bücher, die nicht einfach nur eine Geschichte erzählen, sondern gleichzeitig ihre Figuren ein wenig auf die Schippe nehmen. Genau diesen Eindruck vermittelt mir die Leseprobe. Auch der Gegensatz zwischen dem akademischen Leben von Miles und dem ungewöhnlichen Dorfleben bietet viel Potenzial für witzige, aber auch nachdenkliche Momente.
Meine 6Fazit
Die Leseprobe von „Landleute“ hat mich mit ihrem trockenen Humor, den ungewöhnlichen Charakteren und der skurrilen Ausgangssituation definitiv neugierig gemacht. Besonders spannend finde ich, wie sich Miles im Laufe der Geschichte verändern wird und ob aus seiner anfänglichen Flucht aufs Land vielleicht tatsächlich eine neue Perspektive auf sein Leben entsteht.
Ich erwarte einen humorvollen, intelligenten und etwas verrückten Roman, der gleichzeitig Fragen nach Identität, Lebensentscheidungen und dem eigenen Platz im Leben stellt.