Skurril, unterhaltsam und herrlich schräg

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laumannmaxi Avatar

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Skurril, unterhaltsam und herrlich schräg

Die Geschichte hat mich vor allem durch ihren etwas ungewöhnlichen Humor neugierig gemacht. Miles zieht mit seiner Familie für ein Jahr aufs Land und hat eigentlich einen ziemlich klaren Plan: Endlich soll die seit Jahren aufgeschobene Doktorarbeit fertig werden. Dass ausgerechnet die vermeintliche Ruhe auf dem Land dann für immer neue Ablenkungen sorgt, gefällt mir als Ausgangspunkt sehr gut.

Besonders sympathisch finde ich, dass Miles dabei offenbar selbst nicht ganz genau weiß, was er eigentlich sucht. Während seine Frau beruflich ihren Weg geht, lässt er sich immer stärker auf seine neue Umgebung ein. Skilanglauf und Sensenmähen sind dabei noch die harmloseren Beschäftigungen – spätestens bei der Gruppe von Einheimischen, die an eine Hohlwelt unter der Erde glaubt, wird es wunderbar absurd.

Mich reizt besonders diese Mischung aus Komik und einer gewissen Melancholie. Hinter all den skurrilen Begegnungen scheint es auch um die Frage zu gehen, wo man hingehört und was passiert, wenn das eigene Leben nicht ganz so verläuft wie geplant. Miles wirkt auf mich wie eine Figur, über die man lachen kann, die einem dabei aber trotzdem nahekommt.

Ich bin gespannt, wie weit er sich noch in diese eigenartige neue Welt hineinziehen lässt und ob das Landleben am Ende tatsächlich nur eine weitere Möglichkeit ist, seiner Doktorarbeit aus dem Weg zu gehen – oder ob er dort etwas findet, mit dem er überhaupt nicht gerechnet hat.