Zwischen Roadtrip, Doktorarbeit und Baba Jaga

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ichundelaine Avatar

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Ich fand den Text überraschend witzig und musste an einigen Stellen wirklich lachen. Besonders der Humor des Erzählers gefällt mir, weil er oft völlig trockene und absurde Vergleiche benutzt. Die Geschichte mit Giuseppe, der sich auf dem Schoß des Mannes breitmacht und sich beim Wegschieben plötzlich in einen „hundeförmigen Sack Wasser“ verwandelt, fand ich besonders lustig. Auch die völlig ausufernde Geschichte über die Dissertation des Mannes passt dazu: Er scheint ständig kurz davor zu sein, endlich ein Thema zu finden, nur um dann doch wieder bei etwas völlig anderem zu landen. Dadurch wirkt er gleichzeitig etwas chaotisch und sympathisch. Auch die anderen Familienmitglieder sind interessant, weil jeder seine ganz eigene Vorstellung davon hat, was sie in Vermont erwartet.

Besonders gut gefällt mir, dass hinter dem Humor trotzdem die ganze Zeit das Gefühl steckt, dass irgendetwas schiefgehen wird. Schon die Warnungen vor dem Gästehaus, der Professor, der ihnen einfach so sein Haus überlässt, und schließlich die Ankunft im nebligen Vermont wirken wie kleine Hinweise darauf, dass noch etwas passieren wird. Ich mag auch, dass der Text sich nicht zu ernst nimmt und trotzdem viele interessante Themen nebenbei aufgreift – Familie, Arbeit, akademisches Leben und die ziemlich unrealistischen Vorstellungen, die alle von ihrem neuen Leben haben. Gerade deshalb habe ich beim Lesen nicht das Gefühl, dass einfach nur eine Familiengeschichte erzählt wird, sondern dass jederzeit etwas völlig Unerwartetes passieren könnte. Ich würde deshalb definitiv weiterlesen.