angenehm skurril, aber stellenweise zu langatmig.
In „Landleute“ von Daniel Mason ziehen Miles und Kate mit ihren beiden Kindern für ein Jahr von Kalifornien aufs Land. Während Kate dort als Gastprofessorin schnell Anschluss findet, möchte Miles die Ruhe nutzen, um endlich seine Dissertation fertigzustellen, an der er bereits seit vielen Jahren arbeitet. Doch er wird immer wieder von den Besonderheiten des Ortes und seinen skurrilen Bewohnern abgelenkt.
Ich habe gemischte Gefühle zu dem Buch. Das Setting auf dem Land hat mir gut gefallen und auch mit der skurrilen Geschichte und dem (teils subtilen) Humor konnte ich mich anfreunden. Besonders die ungewöhnlichen Figuren und Situationen sorgen immer wieder für unterhaltsame Momente. Gleichzeitig fand ich das Buch stellenweise zu langatmig. Gerade in der Mitte des Romans hätten einige Handlungsstränge für meinen Geschmack kürzer ausfallen können. Dadurch verlor die Geschichte für mich zeitweise etwas an Tempo und es fiel mir schwerer, gespannt zu bleiben. Ich denke, dass gerade zum Ende das skurrile aber etwas überspannt wurde. Es passte gerade noch, aber ich glaube dass es die Geschichte noch besondere macht, wenn das skurrile nicht derart überproportional vorhanden ist.
Dennoch schafft Daniel Mason eine besondere und angenehm lustige Geschichte darüber, wie es ist, auf dem Land zu leben und seinen Platz in der Welt zu finden. Der Humor lockert die Geschichte dabei immer wieder auf und macht „Landleute“ trotz einiger Längen und Mängel zu einem unterhaltsamen Roman.