Auf der Suche nach echten Landleuten und einer besseren Welt
Kate Krzelewski-Petrosian folgt dem Ruf nach Vermont für eine Gastprofessur und begibt sich samt Mann, Hund und zwei Kindern auf die Reise von Kalifornien raus aufs Land. Für das Jahr in Vermont erhofft sich Kate, dass ihr Mann Miles endlich seine Dissertation fertig stellt, während ihre Kinder Wesley und Olive eine Auszeit von dem auf Leistung trimmenden System erfahren sollen.
Doch während Kate sich in ihre neue Arbeit stürzt und die Kinder in der Schule rasch neue Freunde finden, möchte Miles erstmal Land und Leute kennenlernen. Allerdings erfüllen sich seine Vorstellungen von den „Landleuten“ nicht wie erhofft:
Der Guide Hugh interessiert sich mehr für Klatsch und Tratsch über Beyoncé als für die heimische Flora und Fauna.
Apfelbauer Andrei kann seine „Bio“-Äpfel nur ernten, weil seine Frau Paloma in seiner Abwesenheit heimlich Hilfe mit der Chemiekeule organisiert.
Und dann stößt Miles immer wieder auf die sogenannten „Wylkesianer“, die fest daran glauben, dass einst Jeremiah Wylkes in einer Höhle den Zugang zur Hohlwelt gefunden hat, dem ersehnten Paradies.
Leseeindruck:
Der Anfang des Buches liest sich wie der Vorspann zu einem Film. Alle Familienmitglieder außer dem Hund Giuseppe sind zunächst namenlos. Auf den ersten 30 Seiten wird die Fahrt der Familie von der West- an die Ostküste geschildert. Mit ihren Namen bekommen die Personen ab Seite 30 auch ihre Farbe, ähnlich einem Schwarz-Weiß-Film, der nach dem Vorspann farbig wird. Diesen Effekt finde ich wirklich gelungen.
Miles ist ein sympathischer Tagträumer, der sich selbst und seinem Umfeld vormacht, an seiner Dissertation zu arbeiten, aber eigentlich viel lieber Abenteuer erleben möchte wie ein kleiner Junge.
Einige Passagen habe ich allerdings als recht langatmig empfunden. So schweift Miles mit seinen Gedanken häufig sehr weit ab. Es gibt viele Randfiguren, die meiner Ansicht nach keinen Mehrwert für die Geschichte haben. Auch die Radiosendung „Bunte Minute“, die Miles immer im Auto hört, hätte für meinen Geschmack nicht in dieser Ausführlichkeit abgedruckt werden müssen.
Gefallen hat mir hingegen, wie unterschiedlich die Familie mit dem neuen Umfeld umgeht: Während die Kinder begeistert Fakten, Meinungen, Informationen und Fehlinformationen sammeln (S. 102) und Kate am neuen College sofort Anschluss findet, ist ausgerechnet der kontaktfreudige Miles lange auf der Suche nach neuen Freundschaften. Er findet sie endlich bei den „Wylkesianern“:
„Zum ersten Mal seit seiner Ankunft in Greensbury hatte er das Gefühl, dass er einen ganzen Haufen Freunde hatte.“ (S. 243)
Fazit:
Daniel Mason hat mit „Landleute“ einen unterhaltsamen Roman geschrieben, der sich selbst nicht so ganz ernst zu nehmen scheint. Empfehlen kann ich die Lektüre allen, die Lust dazu haben, schrullige Persönlichkeiten im Kleinstadtmilieu kennenzulernen.
Ich habe mich insgesamt gut unterhalten gefühlt.
Doch während Kate sich in ihre neue Arbeit stürzt und die Kinder in der Schule rasch neue Freunde finden, möchte Miles erstmal Land und Leute kennenlernen. Allerdings erfüllen sich seine Vorstellungen von den „Landleuten“ nicht wie erhofft:
Der Guide Hugh interessiert sich mehr für Klatsch und Tratsch über Beyoncé als für die heimische Flora und Fauna.
Apfelbauer Andrei kann seine „Bio“-Äpfel nur ernten, weil seine Frau Paloma in seiner Abwesenheit heimlich Hilfe mit der Chemiekeule organisiert.
Und dann stößt Miles immer wieder auf die sogenannten „Wylkesianer“, die fest daran glauben, dass einst Jeremiah Wylkes in einer Höhle den Zugang zur Hohlwelt gefunden hat, dem ersehnten Paradies.
Leseeindruck:
Der Anfang des Buches liest sich wie der Vorspann zu einem Film. Alle Familienmitglieder außer dem Hund Giuseppe sind zunächst namenlos. Auf den ersten 30 Seiten wird die Fahrt der Familie von der West- an die Ostküste geschildert. Mit ihren Namen bekommen die Personen ab Seite 30 auch ihre Farbe, ähnlich einem Schwarz-Weiß-Film, der nach dem Vorspann farbig wird. Diesen Effekt finde ich wirklich gelungen.
Miles ist ein sympathischer Tagträumer, der sich selbst und seinem Umfeld vormacht, an seiner Dissertation zu arbeiten, aber eigentlich viel lieber Abenteuer erleben möchte wie ein kleiner Junge.
Einige Passagen habe ich allerdings als recht langatmig empfunden. So schweift Miles mit seinen Gedanken häufig sehr weit ab. Es gibt viele Randfiguren, die meiner Ansicht nach keinen Mehrwert für die Geschichte haben. Auch die Radiosendung „Bunte Minute“, die Miles immer im Auto hört, hätte für meinen Geschmack nicht in dieser Ausführlichkeit abgedruckt werden müssen.
Gefallen hat mir hingegen, wie unterschiedlich die Familie mit dem neuen Umfeld umgeht: Während die Kinder begeistert Fakten, Meinungen, Informationen und Fehlinformationen sammeln (S. 102) und Kate am neuen College sofort Anschluss findet, ist ausgerechnet der kontaktfreudige Miles lange auf der Suche nach neuen Freundschaften. Er findet sie endlich bei den „Wylkesianern“:
„Zum ersten Mal seit seiner Ankunft in Greensbury hatte er das Gefühl, dass er einen ganzen Haufen Freunde hatte.“ (S. 243)
Fazit:
Daniel Mason hat mit „Landleute“ einen unterhaltsamen Roman geschrieben, der sich selbst nicht so ganz ernst zu nehmen scheint. Empfehlen kann ich die Lektüre allen, die Lust dazu haben, schrullige Persönlichkeiten im Kleinstadtmilieu kennenzulernen.
Ich habe mich insgesamt gut unterhalten gefühlt.