Das Absurde im Normalen

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
kasimir Avatar

Von

Eine Familie, deren Namen zunächst ungenannt bleiben, macht sich auf, für ein Jahr von Kalifornien nach Vermont auf’s Land zu ziehen. Kate, die Mutter, hat dort eine Gastprofessur erhalten. Miles wird sich um die Kinder Olive und Wesley kümmern und den Alltag in Schwung halten, während er endlich seine Doktorarbeit vollendet. So jedenfalls der Plan. Während Kate schnell in ihrer akademischen Welt aufgeht, kommt Miles immer mehr in der ländlichen Umgebung an und lernt interessante Menschen kennen, die nur teilweise mit der Hochschule zu tun haben. Mit seiner Doktorarbeit kommt er aber nicht voran, zumal er immer noch über das Thema grübelt. Als der Hund Guiseppe anfängt, im geborgten Haus der Familie herumzuscharren, deutet sich ein Geheimnis an, das bereits zu Beginn des Buches aufscheint. Was mir ehrlich gesagt nicht so gut gefallen hat, ist diese Verbindung zum Thema Hohlerde, die immer und immer wieder beschworen wird als Teil der Normalität und auch der täglichen Absurdität. Allerdings hat die Story sonst auch nicht allzu viel zu bieten. Dagegen ist der Autor ein großartiger Schilderer des Alltags, ein sehr guter Beobachter des Zwischenmenschlichen mit feiner Ironie, und das Buch liest sich wirklich gut, lässt einen aber etwas ratlos zurück. Hoffentlich findet der Autor noch andere Themen, die seinem Erzähltalent mehr zugutekommen.