Ein Jahr auf dem Land

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Miles und Kate ziehen mit ihren beiden Kindern von Kalifornien aufs Land. Kate blüht in ihrer neuen Rolle als Gastprofessorin auf, während Miles eigentlich endlich seine Doktorarbeit beenden möchte – an der er inzwischen seit vierzehn Jahren schreibt. Doch statt konzentriert zu arbeiten, entdeckt Miles die vielfältigen Ablenkungen des Landlebens: Skilanglauf, Sensenmähen und schließlich eine Gruppe ziemlich verschrobener Menschen, die an eine Hohlwelt unter der Erde glaubt.

Was zunächst nach einer etwas skurrilen Auszeit klingt, entwickelt schnell einen ganz eigenen Sog.

Daniel Mason erzählt in „Landleute“ warmherzig, klug und mit wunderbar trockenem Humor von einem Akademiker, der sich in einer völlig neuen Welt zurechtfinden muss. Besonders gefallen hat uns, wie liebevoll Mason die kleinen Eigenheiten einer eingeschworenen Dorfgemeinschaft beobachtet – und gleichzeitig mit einem Augenzwinkern auf die vermeintliche Überlegenheit der Städter blickt.

Dabei ist das Buch keineswegs nur eine Aneinanderreihung kurioser Begegnungen. Hinter dem Humor steckt eine überraschend nachdenkliche Geschichte über Zugehörigkeit, Überzeugungen und die Frage, wo wir eigentlich unseren Platz finden.

Und dann diese Landschaft! Die kleine Universitätsstadt und ihre Umgebung haben mich beim Lesen sehr an Vermont erinnert – vielleicht auch deshalb hatte ich besonders viel Freude daran, in diese Welt einzutauchen. 🍁

„Landleute“ ist ein wunderbar eigenwilliger Roman: komisch, skurril und gleichzeitig erstaunlich klug. Für alle, die Lust auf einen etwas anderen Blick auf das Landleben haben.