Humorvolles Märchen

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heroemil Avatar

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Die grafische Gestaltung des Covers hat mich nicht sonderlich beeindruckt. Es stellt für mich keinen Bezug zum Inhalt des Buches dar.
Bücher von Daniel Mason habe ich bisher nicht gelesen. Aufmerksam auf „Landleute“ bin ich durch die Buchvorstellung im Forum geworden.

Zum Buch:
Miles und Kate führen eine glückliche Ehe, die aber auch ihre Schattenseiten hat. Als die beiden sich kennenlernten wurde bei Kate eine schwere Erkrankung diagnostiziert. Im Laufe der Zeit konnte die Erkrankung medikamentös eingestellt werden und Kate lernte mit den Symptomen umzugehen.
Während Miles als Literaturwissenschaftler immer wieder neue Anläufe braucht, um seine Dissertation zum Thema der russischen Märchenliteratur
fertigzustellen, wird Kate eine Gastprofessur in Vermont angeboten. Die beiden lassen sich auf das Wagnis ein und machen sich mit den Kindern Olive und Wesley und dem Hund Giuseppe auf den Weg von Kalifornien in den Nordwesten der USA.
Miles möchte dort in Ruhe einen weiteren Versuch unternehmen, seine Dissertation endlich fertigzustellen. Ungeachtet dessen erhoffen sich beide ein entspanntes Leben auf dem Land.
Unterkunft finden sie im Haus von Professor Norbert Rumphius einem Professor für Wirtschaftswissenschaften, der sein Anwesen im Rahmen des Housesittings mietfrei zur Verfügung stellt. Eine Konstellation, die mich anfangs stutzig gemacht hat. Sollte das der Beginn eines trivialen Familienromans werden?
Gott sei Dank endwickelt sich die Geschichte entgegen meinen Befürchtungen.

Kate geht anders als Miles voll und ganz in der neuen akademischen Umgebung auf. Der wiederrum denkt gar nicht mehr daran, an der längst fälligen Dissertation zu arbeiten. Stattdessen entdeckt er völlig neue Interessen am Landleben und lernt die Landleute mit ihren befremdlichen Weltanschauungen näher kennen. Er passt sich immer mehr den sonderbaren Landleuten an und wundert sich längst nicht mehr darüber, dass seine neuen Bekanntschaften eigenartige Lebensformen praktizieren.
Der Höhepunkt der Geschichte jedoch ist die „Entdeckung“ einer Hohlwelt, die dem Buch eine fast absurde Nuance verleiht.
Die Geschichte beschreibt ironisch Figuren einer anderen Welt mit eigenartigen Lebensformen.

Der Schreibstil ist in der Erzählform verfasst, die sich aber flüssig lesen lässt.
Einzelne Passagen sind feinsinnig und sehr humorvoll geschrieben.
Ich habe das Buch verschlungen und einzelne Abschnitte sogar wiederholt gelesen.

Fazit: Meine Erwartungen wurden schließlich voll und ganz erfüllt
Gerne mehr davon.