Skuriller Roman mit Charme und Schwächen
"Landleute" von Daniel Mason ist ein skuriller, humorvoller und charmanter Roman, mit stellenweisen Schwächen über die gut 300 Seiten.
Die Gestaltung des Covers ist wunderschön und nimmt uns atmosphärisch mit in die neue Welt von Vater Miles, seiner Frau Kate, den beiden Kindern und Giuseppe, dem tierischen fünften Mitglied der Familie. Diese ist zu Beginn des Buches gerade auf einer wichtigen Reise, denn sie lassen das Stadtleben hinter sich um in Vermont ein Jahr auf dem Land zu leben - ausschlaggebend hierfür ist Kates neuester Erfolg auf der Karriereleiter, während Miles "in seiner 45-jährigen Coming of Age Geschichte" lebt und halbherzig hofft, in diesem Jahr seinen 11 Dissertationsversuch zum Abschluss zu bringen. Masons Schreibstil ist toll, er schafft es die Charaktere in ihren liebenswerten Eigenheiten zu zeichnen und Bilder im Kopf der Lesenden von Land und Leuten zu schaffen. Das Buch ist dabei überwiegend unterhaltsam geschrieben, stellenweise auch ernst wenn es sich mit den schwereren Themen des Lebens auseinandersetzt. Phasenweise habe ich mich aber beim Abschweifen erwischt, wenn es etwas langatmig oder zu sehr verloren in die Details ging. Leider mochte ich ausgerechnet den Hauptprotagonisten Miles am wenigsten aus der ganzen Familie, wahrscheinlich gerade weil man seine ungefiltertsten Gedanken erfährt. Zwar finde ich ihn authentisch und (unfreiwillig) komisch, bin beim Lesen aber immer wieder auch zwischen den Gefühlaregungen von Mitleid, Ungeduld und Asympathie hin- und hergeschwankt. Insbesondere das letzte Drittel, indem die im Einband angeteaserte "Hohlwelttheorie" mehr Raum bekommen hat, ist es mir schwer gefallen, den Hang zur Verschwörungstheorie unbewertet stehen zu lassen - auch wenn die kauzigen Nebencharaktere in diesem Zusammenhang allesamt liebenswert und für sich unproblematisch waren.
Zusammengefasst ist es aber eine tolle, warmherzige Geschichte über Familie, Freund:innenschaft und die Besonderheiten und Herausforderungen des Lebens auf dem Land, mit viel Augenzwinkern und Charme.
Leider wurde in der ersten Buchhälfte an einer Stelle das diskriminierende I-Wort verwendet. Ich kenne die englische Originalsprache nicht, aber das hat mich in der deutschen Übersetzung sehr gestört.
Die Gestaltung des Covers ist wunderschön und nimmt uns atmosphärisch mit in die neue Welt von Vater Miles, seiner Frau Kate, den beiden Kindern und Giuseppe, dem tierischen fünften Mitglied der Familie. Diese ist zu Beginn des Buches gerade auf einer wichtigen Reise, denn sie lassen das Stadtleben hinter sich um in Vermont ein Jahr auf dem Land zu leben - ausschlaggebend hierfür ist Kates neuester Erfolg auf der Karriereleiter, während Miles "in seiner 45-jährigen Coming of Age Geschichte" lebt und halbherzig hofft, in diesem Jahr seinen 11 Dissertationsversuch zum Abschluss zu bringen. Masons Schreibstil ist toll, er schafft es die Charaktere in ihren liebenswerten Eigenheiten zu zeichnen und Bilder im Kopf der Lesenden von Land und Leuten zu schaffen. Das Buch ist dabei überwiegend unterhaltsam geschrieben, stellenweise auch ernst wenn es sich mit den schwereren Themen des Lebens auseinandersetzt. Phasenweise habe ich mich aber beim Abschweifen erwischt, wenn es etwas langatmig oder zu sehr verloren in die Details ging. Leider mochte ich ausgerechnet den Hauptprotagonisten Miles am wenigsten aus der ganzen Familie, wahrscheinlich gerade weil man seine ungefiltertsten Gedanken erfährt. Zwar finde ich ihn authentisch und (unfreiwillig) komisch, bin beim Lesen aber immer wieder auch zwischen den Gefühlaregungen von Mitleid, Ungeduld und Asympathie hin- und hergeschwankt. Insbesondere das letzte Drittel, indem die im Einband angeteaserte "Hohlwelttheorie" mehr Raum bekommen hat, ist es mir schwer gefallen, den Hang zur Verschwörungstheorie unbewertet stehen zu lassen - auch wenn die kauzigen Nebencharaktere in diesem Zusammenhang allesamt liebenswert und für sich unproblematisch waren.
Zusammengefasst ist es aber eine tolle, warmherzige Geschichte über Familie, Freund:innenschaft und die Besonderheiten und Herausforderungen des Lebens auf dem Land, mit viel Augenzwinkern und Charme.
Leider wurde in der ersten Buchhälfte an einer Stelle das diskriminierende I-Wort verwendet. Ich kenne die englische Originalsprache nicht, aber das hat mich in der deutschen Übersetzung sehr gestört.