skurril und pointiert
Miles und Kate sind beide Literaturwissenschaftler in ihren 40ern. Während Kate bereits Professorin und anerkannte Expertin für William Blake und John Milton ist, schreibt Miles seit 14 Jahren an seiner Dissertation, deren Thema er bereits mehrfach gewechselt hat. Als Kate eine einjährige Gastprofessur an einem College in Vermont erhält, zieht das Ehepaar mit seinen zwei Kindern von Kalifornien in den Norden. Dort entdeckt Miles die Freuden des Landlebens, von denen er sich Inspiration für seine Promotion erhofft, und die Familie macht Bekanntschaft mit skurrilen Einheimischen und lokalen Gepflogenheiten.
„Landleute“ war mein erster Roman von Daniel Mason. Der herrlich trockene Humor und der pointierte Stil, mit dem der Autor die Eigenheiten sowohl der kalifornischen Akademikerfamilie als auch der Landbevölkerung von Vermont aufs Korn nimmt, haben auf mich von Beginn an einen richtigen Sog ausgeübt. Bei aller Scharfzüngigkeit ist der Ton jedoch nicht boshaft, sondern lässt Wärme und Zuneigung gegenüber den Figuren erkennen. Ich konnte mir Land und Leute sofort bildlich vorstellen und habe beim Lesen sehr oft schmunzeln müssen, ob über den begeisterungsfähigen, aber wenig zielstrebigen Miles, die Ausschnitte aus der Radiosendung „Bunte Minute“, die skurrile Klassenlehrerin Kayleigh oder die exzentrische Regisseurin des örtlichen Schultheaters. Wer mit den Dichtern Milton und Blake und mit den regionalen Feinheiten der amerikanischen Bundesstaaten vertraut ist, wird sicherlich noch viel mehr Anspielungen erkennen.
Im letzten Drittel des Buches nimmt eine illustre Truppe Einheimischer, die an eine Hohlwelt glaubt, immer mehr Raum ein. Ich konnte damit leider wenig anfangen, so dass mich dieser Teil des Romans und auch sein Ende nicht mehr so stark begeistern konnten.
„Landleute“ war mein erster Roman von Daniel Mason. Der herrlich trockene Humor und der pointierte Stil, mit dem der Autor die Eigenheiten sowohl der kalifornischen Akademikerfamilie als auch der Landbevölkerung von Vermont aufs Korn nimmt, haben auf mich von Beginn an einen richtigen Sog ausgeübt. Bei aller Scharfzüngigkeit ist der Ton jedoch nicht boshaft, sondern lässt Wärme und Zuneigung gegenüber den Figuren erkennen. Ich konnte mir Land und Leute sofort bildlich vorstellen und habe beim Lesen sehr oft schmunzeln müssen, ob über den begeisterungsfähigen, aber wenig zielstrebigen Miles, die Ausschnitte aus der Radiosendung „Bunte Minute“, die skurrile Klassenlehrerin Kayleigh oder die exzentrische Regisseurin des örtlichen Schultheaters. Wer mit den Dichtern Milton und Blake und mit den regionalen Feinheiten der amerikanischen Bundesstaaten vertraut ist, wird sicherlich noch viel mehr Anspielungen erkennen.
Im letzten Drittel des Buches nimmt eine illustre Truppe Einheimischer, die an eine Hohlwelt glaubt, immer mehr Raum ein. Ich konnte damit leider wenig anfangen, so dass mich dieser Teil des Romans und auch sein Ende nicht mehr so stark begeistern konnten.