Total lesenswert
Eine Familie mit zwei Kindern zieht für ein Forschungssemester der Mutter - einer Englischprofessorin - von Kalifornien nach Vermont. Der Vater plant, dort endlich seine Promotion zur russischen Märchenliteratur zu beenden. Bereits auf der Fahrt von der West- an die Ostküste nehmen sie sich Zeit für Abstecher und Schlenker zu interessanten Orten, Museen, historischen Stätten. Sich auf Umwege einzulassen, Neues zu entdecken, ist ein Merkmal der Familie, die sich voller Freude auf das Abenteuer stürzt. Und was in ihrem ersten Jahr in Vermont passiert, wirkt manchmal wie ein wahnwitziger Gedankenstrom, eine Kette skuriller Ereignisse oder vielleicht ist es auch einfach nur das, was passiert, wenn man offen für Neues ist. Für amerikanische Leser*innen liegt ein Spaß sicher auch in der Abwendung vom innovativen zukunftsgewandten Kalifornien hin zum hinterwäldlerischen Vermont, das mit manchen Klischees präsentiert wird. Aber diese Gegenüberstellung braucht es gar nicht, um die Geschichte und den Wortwitz, die Situationskomik und bisweilen auch die ironisch skizzierten akademischen Verrücktheiten zu genießen. Womöglich gefällt das Buch aufgrund seiner speziellen Art nicht allen; für die, die es mögen, ist es aber klasse.