Vielschichtiger Roman
Das Leben auf dem Land in den USA ist etwas Besonderes, da die Unterschiede zwischen Stadt- und Landleben dort noch viel extremer und sich historisch in ziemliche andere Richtung entwickelt hat. Gut, Unterschiede gibt es auch bei uns, aber die USA sind da wirklich extrem.
Den Wandel vom Stadt- zum Landmenschen erleben wir im Buch Landleute von Daniel Mason sehr anschaulich. Wir begleiten den Umzug einer Akademikerfamilie vom warmen Bundesstaat Kalifornien ins kühle Vermont und damit von der West- an die Ostküste. Erschienen ist das Buch des amerikanischen Bestsellerautors in der deutschen Übersetzung bei C.H. Beck Ende September.
Inhalt
Die Hauptfigur der Geschichte ist Miles. Dieser zieht mit seiner Frau Kate und den beiden Kindern für ein Jahr aufs Land. Kate hat eine Gastprofessur erhalten und blüht schnell auf. Er selbst plant endlich seine seit zwölf Jahren überfällige Doktorarbeit fertigzustellen. Als Mensch, der sich mit Geschichten auseinandersetzt findet Miles aber weiterhin jede Menge Ablenkungen. Insbesondere die skurrile Seite seiner neuen Heimat ist für die Doktorarbeit wenig hilfreich. Zwischen ungewöhnlichen Nachbarn, lokalen Legenden und kuriosen Hobbys wie Skilanglauf und Sensenmähen gerät er in die Welt einer Gruppe, die an eine unterirdische Hohlwelt glaubt und die in der Umgebung einen Eingang vermutet.
Handwerkliches
Daniel Mason ist, das zeigt sich nach der Lektüre des Buches deutlich, ein großartiger Autor. Es gelingt ihm, sowohl die Haupt- als auch die Nebenfiguren so lebendig werden zu lassen, dass man das Gefühl hat mit diesen zusammenzuleben. Dabei erhalten wir viele Informationen, was alle Figuren wirklich vielschichtig erscheinen lässt. Hinzu kommen tolle Beschreibungen, literarische Exkurse, Skurriles und Rückblicke, die uns mitfiebern lassen, obwohl wir ja schon den aktuellen Zustand kennen. Großartig. Da fällt fast nicht auf, dass der Klappentext Dinge in den Fokus ruft, die eigentlich eher so nebenher passieren und erst zum Ende, zum Höhepunkt, so richtig wichtig werden.
Fazit
Landleute ist ein ungewöhnlicher und atmosphärisch starker Roman, der weit mehr bietet als eine Geschichte über das Leben auf dem Land. Daniel Mason erzählt mit viel Liebe zum Detail von skurrilen Menschen, seltsamen Überzeugungen und der Frage, wie leicht man sich von einer fremden Welt faszinieren lassen kann. Das Buch hat mich vor allem durch seine Figuren und seine sprachliche Stärke überzeugt. Eine eigenwillige, unterhaltsame und durchaus nachdenklich stimmende Lektüre.
Den Wandel vom Stadt- zum Landmenschen erleben wir im Buch Landleute von Daniel Mason sehr anschaulich. Wir begleiten den Umzug einer Akademikerfamilie vom warmen Bundesstaat Kalifornien ins kühle Vermont und damit von der West- an die Ostküste. Erschienen ist das Buch des amerikanischen Bestsellerautors in der deutschen Übersetzung bei C.H. Beck Ende September.
Inhalt
Die Hauptfigur der Geschichte ist Miles. Dieser zieht mit seiner Frau Kate und den beiden Kindern für ein Jahr aufs Land. Kate hat eine Gastprofessur erhalten und blüht schnell auf. Er selbst plant endlich seine seit zwölf Jahren überfällige Doktorarbeit fertigzustellen. Als Mensch, der sich mit Geschichten auseinandersetzt findet Miles aber weiterhin jede Menge Ablenkungen. Insbesondere die skurrile Seite seiner neuen Heimat ist für die Doktorarbeit wenig hilfreich. Zwischen ungewöhnlichen Nachbarn, lokalen Legenden und kuriosen Hobbys wie Skilanglauf und Sensenmähen gerät er in die Welt einer Gruppe, die an eine unterirdische Hohlwelt glaubt und die in der Umgebung einen Eingang vermutet.
Handwerkliches
Daniel Mason ist, das zeigt sich nach der Lektüre des Buches deutlich, ein großartiger Autor. Es gelingt ihm, sowohl die Haupt- als auch die Nebenfiguren so lebendig werden zu lassen, dass man das Gefühl hat mit diesen zusammenzuleben. Dabei erhalten wir viele Informationen, was alle Figuren wirklich vielschichtig erscheinen lässt. Hinzu kommen tolle Beschreibungen, literarische Exkurse, Skurriles und Rückblicke, die uns mitfiebern lassen, obwohl wir ja schon den aktuellen Zustand kennen. Großartig. Da fällt fast nicht auf, dass der Klappentext Dinge in den Fokus ruft, die eigentlich eher so nebenher passieren und erst zum Ende, zum Höhepunkt, so richtig wichtig werden.
Fazit
Landleute ist ein ungewöhnlicher und atmosphärisch starker Roman, der weit mehr bietet als eine Geschichte über das Leben auf dem Land. Daniel Mason erzählt mit viel Liebe zum Detail von skurrilen Menschen, seltsamen Überzeugungen und der Frage, wie leicht man sich von einer fremden Welt faszinieren lassen kann. Das Buch hat mich vor allem durch seine Figuren und seine sprachliche Stärke überzeugt. Eine eigenwillige, unterhaltsame und durchaus nachdenklich stimmende Lektüre.