Was ein herrlich schräges Buch

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zippi Avatar

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Ich hatte beim Lesen wirklich ständig das Gefühl, dass genau mein Humor getroffen wird.
Der Schreibstil ist direkt, trocken, sarkastisch und teilweise wunderbar böse. Oft sind es gar keine großen Pointen, sondern diese ganz beiläufigen Beobachtungen, bei denen ich einfach grinsen musste.
Besonders gut gefallen hat mir der Erzählstil – gerade am Anfang.
Die Protagonisten werden zunächst einfach als „der Mann“, „die Frau“ und „die Kinder“ bezeichnet, während die Familie auf dem Weg zu ihrem neuen Zuhause auf dem Land ist. Und trotzdem fühlt man sich den Figuren erstaunlich schnell nah, weil ihre Gedanken und Gefühle so ausführlich vermittelt werden. Ich mochte diese ungewöhnliche Art, die Figuren kennenzulernen, sehr.
Die Handlung selbst ist eher ruhig.
Es passiert nicht permanent etwas Spektakuläres, stattdessen werden Szenen, Gedanken, Gefühle und Begegnungen sehr detailliert erzählt. Hier hat das für mich aber wunderbar funktioniert, weil der Erzählstil einfach so viel Spaß macht.
Ob Radiosendung oder Schulaufführung – alles kann hier plötzlich so absurd wirken, dass ich mich dabei köstlich amüsiert habe.

„Landleute“ ist für mich vor allem ein Buch, das ich mit viel Vergnügen gelesen habe. Nicht wegen einer spektakulären Handlung, sondern wegen der Figuren, der vielen kleinen Beobachtungen und vor allem wegen dieses wunderbar trockenen Humors.
Genau mein Ding.