Da war ein bisschen die Luft raus

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aoibheann Avatar

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Die Geschichte habe ich grundsätzlich gerne gelesen. Mode, Drama, Intrigen, ein Familiengeheimnis und eine Dreiecksbeziehung. Ich fühlte mich schon ein wenig an „Reich und Schön“ erinnert. Das Leben der Reichen und Schönen bietet einfach eine prima Projektionsfläche. Antonia Wesseling hat einen schönen Stil. Angenehm zu lesen, eine gute Wortwahl – die Seiten lesen sich fast wie von selbst.
Beim zweiten Band hatte ich den Eindruck, dass so ein wenig die Luft raus ist. Es gab viele tolle Ideen, die ich als nicht so überzeugend umgesetzt empfand. Der Handlung fehlte insgesamt der Schwung, dadurch trat die Handlung auch recht häufig auf der Stelle. Während der erste Band für mich gespickt war mit Drama, Wendungen und Überraschungen, passiert hier verhältnismäßig wenig. Die Dynamik zwischen den Figuren war ziemlich lau, die Dreiecksbeziehung lief auch eher so am Rande mit und hatte für mich keinen nennenswerten Einfluss auf die Handlung. Das Ende und die Auflösung des Familiengeheimnisses, was ja quasi als finaler Showdown fungiert, war nach all dem Aufbau dann schon ein bisschen schwach.

Es ist kein schlechtes Buch, ich habe einige sehr schöne Lesestunden damit verbracht. Aber es konnte mich leider nicht so begeistern wie Band 1.