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Schon auf den ersten Seiten wird mir klar, dass dieses Buch kein klassischer, nüchterner Ratgeber ist, sondern eher ein motivierender, bewusst locker gehaltener Einstieg in das Thema weibliche Sexualität. Sheila de Liz schreibt in einem sehr direkten, teilweise provokanten Ton, der wahrscheinlich Hemmschwellen abbauen soll und uns Leserinnen dazu ermutigt, sich offener mit dem eigenen Körper und der eigenen Lust auseinanderzusetzen. Dabei verzichtet sie weitgehend auf komplizierte medizinische Fachsprache und setzt stattdessen auf Alltagssprache, Humor und klare Aussagen. Inhaltlich wirken die ersten Kapitel wie eine moderne Auffrischung der Sexualaufklärung – allerdings mit klarem Fokus auf Selbstbewusstsein, Eigenverantwortung und dem Hinterfragen von Mythen rund um Lust und Erregung. Vieles ist nicht komplett neu, wird aber verständlich, zugänglich und teilweise unterhaltsam vermittelt. Die Illustrationen von Dani Becker unterstützen diesen Ansatz gut: Sie lockern den Text auf, nehmen dem Thema die Schwere und machen das Buch visuell ansprechend.
Der Stil ist dabei Geschmackssache. Wer eine sachlich-distanziert geschriebene, tiefgehende Analyse erwartet, wird hier vermutlich nicht fündig. Stattdessen lebt das Buch von seiner Energie, seiner Direktheit und dem Anspruch, Leserinnen emotional zu erreichen und zum Umdenken zu bewegen. Genau das kann inspirierend wirken – oder stellenweise etwas zu gewollt locker.
Der Stil ist dabei Geschmackssache. Wer eine sachlich-distanziert geschriebene, tiefgehende Analyse erwartet, wird hier vermutlich nicht fündig. Stattdessen lebt das Buch von seiner Energie, seiner Direktheit und dem Anspruch, Leserinnen emotional zu erreichen und zum Umdenken zu bewegen. Genau das kann inspirierend wirken – oder stellenweise etwas zu gewollt locker.