Leider eher Belletristik als aufgelockertes Sachbuch
Einleitend muss ich leider anmerken, dass ich von dem Buch enttäuscht bin. Es ist nicht mein erstes Buch von Frau Dr. de Liz. Woman on Fire habe ich bereits gelesen. So sah ich mich gut vorbereitet auf dieses neue Buch.
Leider erscheint mir bereits das Vorwort als eher reißerisch. „Wir sind alle angelogen worden!“ Aha, nun. Stellt wirklich jemand den Sex ein, weil irgendein Arzt meint, dafür sei man nun zu alt? Auch der Umstand, dass alle ihre Freundinnen auch ihre Patentinnen sind und jede genervte Äußerung über den Ehemann eine Krisensitzung in der Praxis und verschriebene Hormone bedeuten, empfinde ich als eher zu einfache Lösung, die wenig Alternativen und individuelle Wünsche und Hoffnungen einbindet.
Ich hatte mir von diesem Buch eine fachliche Auseinandersetzung mit dem Thema Sex während und nach der Menopause erhofft und Einblicke einer praktizierenden Gynäkologin, die in diesem Bereich beruflich erfahren ist. Ich hatte mir ein Abwägen und ein Auseinandersetzen mit verschiedenen Möglichkeiten und Ausblicken gewünscht, die das Für und Wider abwägt und so eine eigene Einordnung ermöglicht. Mir erscheint es jedoch so, dass Frau de Liz eine unumstößliche allheilsbringende Wahrheit kennt (die auch schon im anderen Buch unumstößlich war) und daneben kaum etwas existieren lässt. Schade.
Das Buch ist in 3 Teile aufgeteilt: 1) Anatomie, Physiologie und Sextheorie 2) Körperliche Gesundheit, Integrität der Hormone und 3) Sexuelle Erfüllung, Vervollständigung der persönlichen Entwicklung.
Die einzelnen Kapitel umschreiben auf jeweils ca. 70 Seiten die beschriebenen Themen. Hierbei werden als Aufhänger kleine verfremdete Patientenanliegen belletristisch eingeflochten. Diese sprechen mich persönlich nicht an, sind aber für sich genommen stimmig. Die Lösungen sind mir jedoch zu kurz gesprungen. Zudem gibt es Auszüge und Verweise auf das bereits benannte andere Buch.
Ich lebe nach dem Motto: „Jede nach ihrer Fasson“. Deshalb finde ich die Annahme dass die persönliche Entwicklung mit der ausgelebten Sexualität zwingend zusammenhängt, übergriffig. Sofern jemand der Meinung ist, dass er oder sie Hilfe in diesem Bereich braucht, die der eigene Arzt/ die eigene Ärztin nicht hinreichend bietet, kann dieses Buch eine Hilfe sein, aber bitte sucht auch nach anderen Möglichkeiten und weiteren medizinischen Einschätzungen.
Da ich mir trotz meines Unwillens vorstellen kann, dass andere das Buch unter einem anderen Aspekt gerne lesen werden, vergebe ich :
3 Sterne.
Leider erscheint mir bereits das Vorwort als eher reißerisch. „Wir sind alle angelogen worden!“ Aha, nun. Stellt wirklich jemand den Sex ein, weil irgendein Arzt meint, dafür sei man nun zu alt? Auch der Umstand, dass alle ihre Freundinnen auch ihre Patentinnen sind und jede genervte Äußerung über den Ehemann eine Krisensitzung in der Praxis und verschriebene Hormone bedeuten, empfinde ich als eher zu einfache Lösung, die wenig Alternativen und individuelle Wünsche und Hoffnungen einbindet.
Ich hatte mir von diesem Buch eine fachliche Auseinandersetzung mit dem Thema Sex während und nach der Menopause erhofft und Einblicke einer praktizierenden Gynäkologin, die in diesem Bereich beruflich erfahren ist. Ich hatte mir ein Abwägen und ein Auseinandersetzen mit verschiedenen Möglichkeiten und Ausblicken gewünscht, die das Für und Wider abwägt und so eine eigene Einordnung ermöglicht. Mir erscheint es jedoch so, dass Frau de Liz eine unumstößliche allheilsbringende Wahrheit kennt (die auch schon im anderen Buch unumstößlich war) und daneben kaum etwas existieren lässt. Schade.
Das Buch ist in 3 Teile aufgeteilt: 1) Anatomie, Physiologie und Sextheorie 2) Körperliche Gesundheit, Integrität der Hormone und 3) Sexuelle Erfüllung, Vervollständigung der persönlichen Entwicklung.
Die einzelnen Kapitel umschreiben auf jeweils ca. 70 Seiten die beschriebenen Themen. Hierbei werden als Aufhänger kleine verfremdete Patientenanliegen belletristisch eingeflochten. Diese sprechen mich persönlich nicht an, sind aber für sich genommen stimmig. Die Lösungen sind mir jedoch zu kurz gesprungen. Zudem gibt es Auszüge und Verweise auf das bereits benannte andere Buch.
Ich lebe nach dem Motto: „Jede nach ihrer Fasson“. Deshalb finde ich die Annahme dass die persönliche Entwicklung mit der ausgelebten Sexualität zwingend zusammenhängt, übergriffig. Sofern jemand der Meinung ist, dass er oder sie Hilfe in diesem Bereich braucht, die der eigene Arzt/ die eigene Ärztin nicht hinreichend bietet, kann dieses Buch eine Hilfe sein, aber bitte sucht auch nach anderen Möglichkeiten und weiteren medizinischen Einschätzungen.
Da ich mir trotz meines Unwillens vorstellen kann, dass andere das Buch unter einem anderen Aspekt gerne lesen werden, vergebe ich :
3 Sterne.