Optisches Highlight mit fragwürdigen Botschaften
Als Mutter achte ich sehr darauf, welche Werte Kinderbücher vermitteln. „Logbuch einer Himmelsstürmerin“ hinterlässt bei mir ein sehr gemischtes Gefühl. Die Gestaltung im Tagebuch-Stil ist hervorragend gelungen. Besonders für Kinder mit LRS-Schwäche oder geringer Lesemotivation bieten die kurzen Abschnitte, die kreativen Schriftarten und die vielen Illustrationen einen tollen Anreiz. Es nimmt den Druck, ganze „Textwüsten“ bewältigen zu müssen, und macht optisch einfach Spaß.
Doch so stark die Form ist, so schwierig finde ich den Inhalt für die Altersgruppe ab 8 Jahren. Die Sprache ist an vielen Stellen unnötig derb; Begriffe wie „Kackscheiße“ oder der „Behindi-Bonus“ haben in einem Kinderbuch meines Erachtens nichts zu suchen und wirken eher respektlos als modern.
Besonders kritisch sehe ich die Themenwahl: Die detaillierte Erwähnung von extremen Diäten (Intervallfasten, Wasser trinken gegen den Hunger), Schönheits-OPs und gestopften BHs bei Achtjährigen ist absolut unangebracht. Solche Inhalte können bei jungen Lesern Komplexe triggern, für die sie noch viel zu jung sind. Auch der verharmlosende Umgang mit Alkohol (Pralinen und Champagner) hat mich irritiert. Die Hauptfigur Mini wirkt durch ihre herablassende Art gegenüber anderen Kindern („dumm“, „Kleiderständer“) leider oft unsympathisch statt klug.
Fazit: Ein optisch tolles Buch zur Leseförderung, das inhaltlich aber dringend eine enge Begleitung durch die Eltern benötigt. Zum alleinigen Lesen würde ich es erst ab 10 Jahren empfehlen, wenn Kinder das Gelesene besser einordnen können.
Doch so stark die Form ist, so schwierig finde ich den Inhalt für die Altersgruppe ab 8 Jahren. Die Sprache ist an vielen Stellen unnötig derb; Begriffe wie „Kackscheiße“ oder der „Behindi-Bonus“ haben in einem Kinderbuch meines Erachtens nichts zu suchen und wirken eher respektlos als modern.
Besonders kritisch sehe ich die Themenwahl: Die detaillierte Erwähnung von extremen Diäten (Intervallfasten, Wasser trinken gegen den Hunger), Schönheits-OPs und gestopften BHs bei Achtjährigen ist absolut unangebracht. Solche Inhalte können bei jungen Lesern Komplexe triggern, für die sie noch viel zu jung sind. Auch der verharmlosende Umgang mit Alkohol (Pralinen und Champagner) hat mich irritiert. Die Hauptfigur Mini wirkt durch ihre herablassende Art gegenüber anderen Kindern („dumm“, „Kleiderständer“) leider oft unsympathisch statt klug.
Fazit: Ein optisch tolles Buch zur Leseförderung, das inhaltlich aber dringend eine enge Begleitung durch die Eltern benötigt. Zum alleinigen Lesen würde ich es erst ab 10 Jahren empfehlen, wenn Kinder das Gelesene besser einordnen können.