Spiegel

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Lola im Spiegel war für mich eines dieser Bücher, das sich leise ins Herz schleicht und dort lange bleibt. Die Geschichte des Mädchens ohne Namen hat mich tief berührt. Ihr Leben zwischen Flucht, Angst und Hoffnung hat mich oft nachdenklich gemacht, vor allem, weil sie trotz allem nicht aufhört zu träumen. Beim Lesen hatte ich immer wieder das Gefühl, ganz nah bei ihr zu sein. Ihre Gedanken, ihre Unsicherheit, aber auch ihre unglaubliche Stärke wirken sehr echt und greifbar. Besonders bewegt hat mich, wie sie versucht, sich eine Zukunft aufzubauen, obwohl ihre Vergangenheit sie ständig einholt. Dieser Wunsch nach einem anderen Leben, nach Kunst, nach Freiheit, das hat mich emotional sehr abgeholt. Ich mochte auch die Mischung aus Härte und Wärme. Die Geschichte zeigt eine raue Realität, aber gleichzeitig gibt es immer wieder kleine Lichtmomente, Begegnungen, Gefühle, Hoffnungsschimmer. Genau diese Balance hat das Buch für mich so intensiv gemacht.
Der Schreibstil ist sehr eindringlich und bildhaft. Ich hatte oft das Gefühl, mitten in der Geschichte zu stehen. Manche Szenen sind schwer auszuhalten, aber gerade das macht das Buch so ehrlich und stark. Für mich ist Lola im Spiegel ein Roman über Identität, über das Überleben und darüber, dass selbst unter den schwierigsten Umständen Träume weiterleben können. Ein Buch, das mich emotional sehr bewegt hat und das ich definitiv nicht so schnell vergessen werde.