Sex and the City mit Tiefgang

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4lou Avatar

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Anhand des Covers und natürlich vor allem aufgrund des Titels habe ich mir schon gedacht, dass das Buch ein bisschen an die Serie Sex and the City erinnern würde. Für mich war vor allem interessant, hier einen Einblick in eine mir völlig fremde Welt und Kultur zu erhalten. Der Ich-Erzähler beleuchtet sein Leben zwischen Studium, Sex, Selbstfindung und den gesellschaftlichen Zwängen in vier Teilen mit einer guten Prise Humor. Teils kommt das auch sarkastisch ruppig rüber. Aber immer wartet unter der knackigen Oberfläche ein schmerzlich-süßes Feingefühl. Die Emotionen wirken meiner Ansicht nach umso eindrücklicher, je augenscheinlich belangloser sie vorgetragen werden. Das macht in meinen Augen hier den Reiz aus und ich habe den Roman von der ersten bis zur letzten Seite genossen. Zugeben muss ich allerdings, dass es gerade am Anfang vielleicht ein bisschen braucht, bis man wirklich in diese Welt abtauchen kann. Es lohnt sich aber allemal! Im Vergleich zur Serie, auf die der Verlag hier sicherlich nicht unabsichtlich anspielt, ist mir der Erzähler im Buch aber definitiv näher und weniger abgehoben.