Das Haus auf den Klippen

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
zoe82 Avatar

Von


Till Raethers Danowski-Reihe habe ich geliebt und auch „Meeresdunkel“ überzeugt auf ganzer Linie. Worum geht es?
Zwei Familien, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Dazu eine Puppe namens Hedwig. Eine Doppelbuchung ist schuld, dass sie sich das Ferienhaus auf Mallorca teilen müssen. Da sind Probleme vorprogrammiert.
Auf der einen Seite: Henrike, Hans, Onkel Freddy und die 14-jährigen Zwillinge Esmé und Finn. Auf der anderen: Marie, Samuel, der 8-jährige Juri und seine Babypuppe. Gruppendynamik pur.
Das Ferienhaus ist eine Ruine und auch das Wetter spielt nicht mit. Ein Sturm zieht auf und auf dem Meer bahnt sich eine Katastrophe an. Als wäre das nicht genug, wird im Haus einer von ihnen tot aufgefunden. Der Strom fällt aus, die Rettungskräfte schaffen es nicht aufs Grundstück. Abgründe tun sich auf…
„Meeresdunkel“ ist spannend und unterhaltsam. Till Raethers Humor ist ziemlich speziell. Der Plot ist geschickt aufgebaut. Immer wieder sind Kapitel eingestreut mit dem Titel „Eins Neun Neun Fünf“. Sie handeln von Effi und Henk, eine rührende erste Liebe.
Der innere Zwiespalt der Figuren und ihre Diskussionen werden realistisch und authentisch dargestellt. So haben die Personen manche Eigenart, über die man trotz aller Spannung schmunzeln kann. Der Autor hat einige dramatische Nebenaspekte, Wendungen und Sackgassen eingebaut. Es gibt immer wieder neue Tätervermutungen und eine Auflösung, die überrascht.

Fazit: Dieser psychologisch raffiniert gestrickte Thriller ist ein wirkliches Lesevergnügen und so empfehle ich ihn hiermit gerne weiter.