Eine Familiengeschichte
Als ich angefangen habe das Buch zu hören, wusste ich nicht, dass es das dritte Buch eine Reihe ist. Dennoch bin ich gut in die Geschichte reingekommen. Dieses Hörbuch hat mich auf eine ganz ruhige, aber sehr intensive Art berührt. Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel ist keine laute Geschichte, eher leise, nachdenklich und sehr persönlich. Wenn man sich darauf einlässt, entfaltet sie eine besondere Wirkung. Es geht weniger um große Spannung, sondern mehr um Gefühle, Gedanken und das, was ein Leben ausmacht. Die Handlung spielt auf zwei Zeitebenen. In Güstrow im Mai 1945 begegnen wir der 14-jährigen Marlen, die sich vor den russischen Soldaten versteckt. Marlen wird von Wilma aufgenommen, die selbst ein Geheimnis hat. In der Gegenwart, im Berlin von 2023, geht es um Hannah. Ihre beste Freundin zieht aus, dann taucht ihr Vater auf, und dann gibt es noch ein altes Familienerbstück, ein Gemälde, das sich wie ein roter Faden durch alles zieht. Nach und nach wird klar, wie die Vergangenheit und die Gegenwart miteinander verbunden sind. Was mir besonders gefallen hat, ist die Art, wie die Autorin die Geschichten miteinander verwebt. Es geht nicht nur um Ereignisse, sondern um Gefühle, um Familie. Die Stimme von Julia Nachtmann passt sehr gut zur Stimmung. Ruhig, warm und angenehm. Als würde einem jemand seine eigene Lebensgeschichte erzählen.
Mein Fazit: Ein ruhiges, tiefgründiges Hörbuch, das unter die Haut geht.
Mein Fazit: Ein ruhiges, tiefgründiges Hörbuch, das unter die Haut geht.