Harry Hole ist tot, lang lebe Bob Oz!

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zoe82 Avatar

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„Minnesota“ von Jo Nesbø ist der Auftakt einer neuen Krimi-Reihe. Die Handlung spielt diesmal in den USA, in Minneapolis, Minnesota, die Stadt, die 2020 durch die Tötung von George Floyd traurige Berühmtheit erreichte.
Wir lernen den norwegischen Schriftsteller Mister Holger Rudi kennen, als er 2022 in die USA reist. Er arbeitet an einem Buch über die Morde, die 2016 passiert sind, in Jordan, Minnesota.
Rudi will sich in den Kopf des Mörders versetzen, seinen 2016 hinterlassenen Spuren folgen. Es geht um Waffenkriminalität. Last but not least begegnen wir Bob Oz. Er ist Polizist mit norwegischen Wurzeln - und einem Wutproblem.
„Minnesota“ ist ein Slow Burner. Nichtsdestotrotz spannend. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, 2016 und 2022. Wechselnde Perspektiven, auch aus Tätersicht, sorgen für Dynamik.
Eine Geschichte voller gruseliger Wendungen, wie in einem Horrorfilm. Nur schrittweise wird enthüllt, wohin das Ganze führen soll. Erst am Ende schließt sich der Kreis.
Bob Oz kommt nicht gerade sympathisch rüber, aber er ist ein guter Ermittler. Oz jagt einen Mörder, der einen Rachefeldzug gegen Drogenbosse und Waffenhändler führt.
„Minnesota“ ist ein Buch, über korrupte Polizisten und eine Gesellschaft, die aus den Fugen geraten ist. Es ist auch ein Buch, das Rache und Selbstjustiz thematisiert. Eine Geschichte, die zeigt, wie aus guten Menschen Monster werden.

Fazit: Spannende Unterhaltung gepaart mit Gesellschaftskritik. Grandios!