Chaos, Charme und ein Mistakes-were-Made-Versprechen

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azur.blau.liest Avatar

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Schon das Cover von Mistakes were Made hat mich auf Anhieb eingefangen. Die zarten Pastelltöne, das tollpatschig-verliebte Paar auf dem Fahrrad und der humorvolle Untertitel „Chaos ist ihr zweiter Vorname“ versprechen genau die Mischung aus Leichtigkeit, Wärme und Romantik.

Der Schreibstil überzeugt: schnell, pointiert und mit einem Ich-Erzähler-Ton, der durch Zoeys schlagfertige Kommentare und das chaotische Telefonat mit Cousine Inez sofort Sympathie weckt. Auch der Perspektivwechsel zu Gage funktioniert gut und gibt der Geschichte von Anfang an zwei lebendige Stimmen.

Der Spannungsaufbau ist clever konstruiert: erst das drohende Wohnungs-Chaos in New York, dann der absurd-komische Adlerangriff mit Schlange, der direkt in die folgenschwere Begegnung mit Gage übergeht. Kleinstadt-Situationskomik trifft hier auf erste knisternde Spannung – sehr unterhaltsam und mit gutem Tempo erzählt.

Zoey ist herrlich chaotisch, schlagfertig und liebenswert tollpatschig, Gage der zurückhaltende, leicht knurrige „nette Kerl“, der bei ihr offensichtlich die Fassung verliert.

Ich erwarte eine warme, witzige Feel-good-Romance mit Slow-Burn-Spannung, schrulligen Nebenfiguren und einer leiseren, verletzlichen Seite (Stichwort: Lauras Unfall), die noch ausgepackt wird.