Morbus Invisibilis

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Der Klappentext war so unglaublich eindringlich, dass ich sofort in die Leseprobe hineinlesen musste. Selten hat mich eine Buchbeschreibung so direkt gepackt.

Besonders beeindruckend finde ich, dass hier eine zugespitzte Version einer Krankheit thematisiert wird. Einer Krankheit, die Frauen betrifft, die nicht ausreichend erforscht ist, die man nicht heilen kann und für die es kaum Forschungsgelder gibt. Und ganz ehrlich: Es wirkt fast absurd, als wäre das reine Fiktion. Dabei wissen wir alle, dass genau solche Realitäten existieren.

Ich finde es stark, dass sich die Autorin traut, dieses Thema literarisch aufzugreifen und ihm Raum zu geben. Schon in der Leseprobe spürt man, dass hier nicht nur eine Geschichte erzählt wird, sondern auch ein gesellschaftlicher Missstand sichtbar gemacht werden soll.

Inwieweit das Konzept über den gesamten Roman hinweg trägt, wird sich natürlich erst noch zeigen. Aber das Potenzial ist riesig. Für mich klingt das nach einem richtig guten Buch, das nicht nur emotional berührt, sondern auch zum Nachdenken anregt.