Wo die Welt wieder anklopft

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meyerhofer Avatar

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Manche Bücher beginnen mit einem Knall, andere mit einem Windstoß. Die Leseprobe von Nach der Sonne schauen gehört eindeutig zur zweiten Sorte. Schon nach wenigen Seiten war ich mitten in dieser eigentümlichen Landschaft aus See, Wind und ehemaligen Tagebauen. Martina Hefter schreibt mit großer Ruhe und zugleich mit einer Genauigkeit, die Bilder entstehen lässt, die lange nachwirken. Besonders Iona hat mich neugierig gemacht. Ihr Rückzug wirkt nicht wie eine Flucht, sondern wie der Versuch, sich selbst wiederzufinden. Doch mit Bella, Nova und den Erinnerungen an den Vorfall um ihr Kunstwerk zeichnet sich bereits ab, dass das Leben andere Pläne hat. Ich erwarte einen klugen, atmosphärischen Roman über Verletzlichkeit, Neuanfänge und die Frage, wie wir nach Enttäuschungen wieder Vertrauen fassen. Die Leseprobe macht jedenfalls große Lust, noch länger an diesem windumtosten Ort zu bleiben.