Wie immer: Super düster, super spannend - toller 3. Teil der Reihe

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Benjamin Cors Nebelbeute ist der dritte Band der Reihe um die Ermittlergruppe 4 mit Jakob und Mila – und erneut ein richtig düsterer, perfider Thriller. Für mich vielleicht minimal schwächer als Aschesommer, der mich komplett umgehauen hat, aber trotzdem wieder absolut packend.

Die Ausgangslage ist eigentlich völlig irrational und genau deshalb funktioniert sie so gut: Mila reist allein in ein abgelegenes Bergdorf, weit entfernt von ihrer Ermittlergruppe, um ihren Erzfeind Toblach aufzuspüren. Ein Dorf, das ohnehin schon isoliert ist und durch Schnee und Wetter endgültig von der Außenwelt abgeschnitten wird. Während Jakob, Lucy und die anderen versuchen herauszufinden, was passiert ist und sich zunehmend Sorgen machen, bewegt sich Mila allein durch verschneite Wälder und gerät immer tiefer in Gefahr.

Natürlich denkt man sich beim Lesen mehrfach: Das ist doch komplett wahnsinnig. Aber genau dieses beklemmende Setting macht einen großen Teil der Spannung aus. Benjamin Cors schafft wieder diese düstere, unangenehme Atmosphäre, bei der man permanent das Gefühl hat, dass jeden Moment alles eskalieren könnte.

Was ich an der Reihe besonders mag: die Ermittlergruppe selbst. Die Figuren sind stark gezeichnet, jede hat ihre eigene Dynamik, ihre Ecken und Eigenheiten, und trotzdem verliert die Geschichte nie den Fokus auf den eigentlichen Fall. Gerade diese Mischung aus Teamgefühl und Thrillerhandlung funktioniert für mich richtig gut.

Die Reihe bleibt dabei ziemlich hart. Bestialisch, brutal, psychologisch unangenehm und gleichzeitig unglaublich unterhaltsam erzählt. Man merkt außerdem, dass die Figurenentwicklung über alle drei Bände hinweg angelegt ist. Deshalb würde ich wirklich empfehlen, die Reihe unbedingt in der richtigen Reihenfolge zu lesen, also mit Band 1 zu beginnen. Gerade die Beziehungen und Entwicklungen innerhalb der Gruppe wirken dadurch deutlich stärker.