Zwangsstörungen erkennen und überwinden

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regina1960 Avatar

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Die Leseprobe zu "Nimm den Zwängen die Macht" hat mir sehr gut gefallen. Ich selbst bin bislang glücklicherweise von Zwangsstörungen verschont geblieben, allerdings leiden sehr viele Menschen in meinem Familien- und Bekanntenkreis darunter und ihr Leidensdruck ist sehr hoch. Daher bin ich immer interessiert an informativer Literatur, um besser zu verstehen. Mir gefällt an diesem Buch, dass es leicht verständlich geschrieben ist. Und das, obschon es mithilfe eines Fachmannes, Prof. Dr. Ulrich Voderholzer, dem Chefarzt im Bereich Psychosomatik & Psychotherapie in der Schön Klinik Roseneck, erstellt wurde. Erklärt wird, was Zwänge sind, in welchen Facetten sie sich zeigen können und ab wann sie einen Krankheitswert entwickeln. Der Ansatz im Buch ist der, dass man Zwängen nicht aus dem Weg gehen sollte, anstelle der Vermeidung solle man sich den jeweiligen herausfordernden Situationen stellen. Im Buch zu finden sind dann auch Fragebögen, in denen gezielt beispielsweise nach auslösenden Situationen geforscht wird. Grafiken und Skizzen, die farblich variieren, verschaffen dabei einen besseren Überblick und machen gewisse Themen überschaubarer. Dass bei einer Zwangsstörung mit erheblichem Leidensdruck natürlich fachlicher Beistand zu Rate gezogen werden sollte, darauf wird deutlich im Buch hingewiesen. In dem Fall müssen effektive Therapien gemacht werden unter fachlicher Anleitung. Dieses Buch macht auf mich einen sehr guten Eindruck, scheint wissenschaftlich fundiert zu sein und medizinisch auf aktuellem Stand. Ich fühlte mich von Anfang an gut informiert und hatte Vertrauen in die Lektüre. Das Buchcover fand ich eher nüchtern, aber in der Gesamtbetrachtung stimmig und dem Thema angemessen.