"Denn der Zwang hat nie Recht."
Berufsbedingt bin ich immer auf der Suche nach neuer Literatur, die ich PatientInnen empfehlen kann. „Nimm den Zwängen die Macht“ ist ein sehr praxisnaher Ratgeber rund um Zwangsgedanken und Zwangsstörungen. Das Buch hält ziemlich genau das, was der Klappentext verspricht: Es erklärt verständlich, wie Zwänge entstehen, warum sich bestimmte Gedanken immer wieder aufdrängen und wie man den Kreislauf aus Angst und Handlung durchbrechen kann. Im Fokus steht dabei vor allem die kognitive Verhaltenstherapie, in der ich mich auch beheimatet fühle. Insbesondere die Exposition wird hier näher betrachtet und vermittelt.
Ansonsten fand ich den psychotherapeutischen Blick auf das Thema besonders spannend. Die Inhalte sind fachlich fundiert, aber gleichzeitig so aufbereitet, dass man gut folgen kann und sich auch als Betroffene*r abgeholt fühlt. Die vielen Übungen und konkreten Ansätze für den Alltag sind definitiv ein Pluspunkt. Auch die Illustrationen haben mir gut gefallen, da sie komplexere Inhalte greifbarer machen.
Allerdings hatte ich beim Lesen stellenweise ein etwas ambivalentes Gefühl. An manchen Punkten wirkt es so, als ließe sich eine Zwangsstörung relativ „einfach“ eigenständig bewältigen, ohne therapeutische Unterstützung. Das greift aus meiner Sicht zu kurz und könnte gerade bei stärker ausgeprägten Symptomen falsche Erwartungen wecken. Im Hinblick auf dir Konfrontation hätten noch genauere Beispiele und Instruktionen hilfreich sein können, um eine Überforderung zu vermeiden. Auch strukturell hatte das Buch für mich kleinere Schwächen. Übungen und grafische Elemente sind teilweise so platziert, dass sie den Lesefluss unterbrechen oder man häufiger zurückblättern muss.
Insgesamt ist es aber ein informativer und gut verständlicher Einstieg in das Thema, mit vielen hilfreichen Impulsen für den Alltag. Man sollte dabei nur im Hinterkopf behalten, dass Selbsthilfe ihre Grenzen hat und eine professionelle Begleitung oft unerlässlich ist.
Ansonsten fand ich den psychotherapeutischen Blick auf das Thema besonders spannend. Die Inhalte sind fachlich fundiert, aber gleichzeitig so aufbereitet, dass man gut folgen kann und sich auch als Betroffene*r abgeholt fühlt. Die vielen Übungen und konkreten Ansätze für den Alltag sind definitiv ein Pluspunkt. Auch die Illustrationen haben mir gut gefallen, da sie komplexere Inhalte greifbarer machen.
Allerdings hatte ich beim Lesen stellenweise ein etwas ambivalentes Gefühl. An manchen Punkten wirkt es so, als ließe sich eine Zwangsstörung relativ „einfach“ eigenständig bewältigen, ohne therapeutische Unterstützung. Das greift aus meiner Sicht zu kurz und könnte gerade bei stärker ausgeprägten Symptomen falsche Erwartungen wecken. Im Hinblick auf dir Konfrontation hätten noch genauere Beispiele und Instruktionen hilfreich sein können, um eine Überforderung zu vermeiden. Auch strukturell hatte das Buch für mich kleinere Schwächen. Übungen und grafische Elemente sind teilweise so platziert, dass sie den Lesefluss unterbrechen oder man häufiger zurückblättern muss.
Insgesamt ist es aber ein informativer und gut verständlicher Einstieg in das Thema, mit vielen hilfreichen Impulsen für den Alltag. Man sollte dabei nur im Hinterkopf behalten, dass Selbsthilfe ihre Grenzen hat und eine professionelle Begleitung oft unerlässlich ist.