Ein freches, aber tröstliches Buch für all diejenigen, die mal im Leben feststecken
Lena Kupkes *Pause* hat mich wirklich überrascht. Ein Roman über Zusammenbruch, Überforderung und das Gefühl, mit Mitte dreißig plötzlich vor den Trümmern des eigenen Lebens zu stehen – und dabei gleichzeitig unfassbar komisch. Für mich waren das starke 4,5 bis 5 Sterne.
Hannah ist 36, kommt nach einem Krankenhausaufenthalt zurück zu ihren Eltern nach Lüneburg und sitzt plötzlich wieder in ihrem alten Kinderzimmer fest. Berlin, das bisherige Leben, die Selbstverständlichkeit von Alltag und Zukunftsplänen – alles scheint weggebrochen zu sein. Und besonders unangenehm wird das Ganze dadurch, dass ihre Familie seit Jahrzehnten lieber schweigt, verdrängt und weitermacht, statt Konflikte oder Verletzungen wirklich anzusprechen.
Was ich an diesem Roman so stark fand: Er versucht gar nicht erst, Trostpflaster zu verteilen oder einfache Lösungen anzubieten. Das Leben wird hier weder romantisiert noch dramatisch überhöht. Stattdessen zeigt Lena Kupke ziemlich präzise, wie unerquicklich, unerquicklich komisch und gleichzeitig traurig Krisen sein können. Gerade diese Mischung aus Nüchternheit und Humor funktioniert für mich hervorragend. Ich musste beim Hören mehrfach laut lachen, obwohl die Themen eigentlich schwer sind.
Besonders gelungen fand ich den Erzählstil. Dieses moderne, teilweise von Anglizismen und Oberflächlichkeiten durchzogene Sprechen wirkt zunächst fast banal, legt aber gerade dadurch offen, wie hilflos viele Menschen eigentlich mit Krisen umgehen. Hinter Smalltalk, Selbstoptimierung und ironischer Distanz steckt oft einfach Überforderung. Das wird hier sehr klug herausgearbeitet.
Vielleicht hat mich das Buch auch deshalb so abgeholt, weil Hannahs Lebensgefühl unglaublich authentisch wirkt. Dieses Gefühl, irgendwo zwischen Erwachsensein, Erschöpfung, Erwartungen und Orientierungslosigkeit festzustecken, beschreibt der Roman sehr treffend. Und obwohl das Buch eigentlich gar nicht tröstend sein möchte, entsteht genau daraus eine seltsame Form von Trost.
Das Hörbuch, gelesen von Lena Kupke selbst, kann ich übrigens absolut empfehlen. Ihre Stimme passt perfekt zu diesem trockenen, nordisch-direkten Ton der Geschichte.
Hannah ist 36, kommt nach einem Krankenhausaufenthalt zurück zu ihren Eltern nach Lüneburg und sitzt plötzlich wieder in ihrem alten Kinderzimmer fest. Berlin, das bisherige Leben, die Selbstverständlichkeit von Alltag und Zukunftsplänen – alles scheint weggebrochen zu sein. Und besonders unangenehm wird das Ganze dadurch, dass ihre Familie seit Jahrzehnten lieber schweigt, verdrängt und weitermacht, statt Konflikte oder Verletzungen wirklich anzusprechen.
Was ich an diesem Roman so stark fand: Er versucht gar nicht erst, Trostpflaster zu verteilen oder einfache Lösungen anzubieten. Das Leben wird hier weder romantisiert noch dramatisch überhöht. Stattdessen zeigt Lena Kupke ziemlich präzise, wie unerquicklich, unerquicklich komisch und gleichzeitig traurig Krisen sein können. Gerade diese Mischung aus Nüchternheit und Humor funktioniert für mich hervorragend. Ich musste beim Hören mehrfach laut lachen, obwohl die Themen eigentlich schwer sind.
Besonders gelungen fand ich den Erzählstil. Dieses moderne, teilweise von Anglizismen und Oberflächlichkeiten durchzogene Sprechen wirkt zunächst fast banal, legt aber gerade dadurch offen, wie hilflos viele Menschen eigentlich mit Krisen umgehen. Hinter Smalltalk, Selbstoptimierung und ironischer Distanz steckt oft einfach Überforderung. Das wird hier sehr klug herausgearbeitet.
Vielleicht hat mich das Buch auch deshalb so abgeholt, weil Hannahs Lebensgefühl unglaublich authentisch wirkt. Dieses Gefühl, irgendwo zwischen Erwachsensein, Erschöpfung, Erwartungen und Orientierungslosigkeit festzustecken, beschreibt der Roman sehr treffend. Und obwohl das Buch eigentlich gar nicht tröstend sein möchte, entsteht genau daraus eine seltsame Form von Trost.
Das Hörbuch, gelesen von Lena Kupke selbst, kann ich übrigens absolut empfehlen. Ihre Stimme passt perfekt zu diesem trockenen, nordisch-direkten Ton der Geschichte.