Young-Adult-Thriller im High-School-Suspense-Stil

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kurzundbuch Avatar

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Perfect Little Monsters von Cindy R. X. He ist ein Young-Adult-Thriller im High-School-Suspense-Stil – düster und gleichzeitig mit einem Thema, das alles andere als oberflächlich ist.

Das Setting bedient ziemlich genau die bekannten amerikanischen High-School-Klischees: Cheerleaderinnen, die sich für die Elite der Schule halten, angesagte Jungs, Äußerlichkeiten, Kleidung, Körperbilder und natürlich die Frage, wer in der Mensa wo sitzen darf. Dawn möchte eigentlich unsichtbar bleiben. Durch ihr Talent beim Cheerleading schafft sie es jedoch in die angesagte Gruppe und stellt schnell fest, dass hinter der perfekten Fassade ziemlich fiese Machenschaften stecken.

Es geht um Mobbing, Schuld und Rache – und gerade das Mobbing-Thema hat mich hier besonders beschäftigt. In ihrer Danksagung erzählt die Autorin, dass sie selbst Mobbing erlebt hat und dadurch sogar einen Suizidversuch unternommen hat. Zu wissen, dass sie dieses Thema nun in einem Thriller verarbeitet, hat für mich noch einmal einen anderen Blick auf die Geschichte geschaffen.

Die High-School-Welt ist zwar sehr klischeehaft gezeichnet, passt aber genau zu dieser Geschichte und dürfte gerade für jüngere Leserinnen und Leser gut funktionieren. Interessant fand ich auch das eingebaute Bewertungssystem, mit dem die Jugendlichen zumindest ansatzweise auf einer Metaebene beurteilt und eingeordnet werden.

Der Thriller bleibt dabei unterhaltsam und entwickelt sich zum Ende hin noch einmal in eine Richtung. Dieser Twist macht die Geschichte für mich noch einmal deutlich düsterer.

*Perfect Little Monsters* ist kein Thriller, der das High-School-Setting neu erfindet. Aber er nutzt die bekannten Klischees, um über Mobbing, Gruppendruck und die Folgen von Ausgrenzung zu erzählen und das hat für mich gut funktioniert.

⭐⭐⭐⭐☆ 4/5 Sterne