Wenn eine Leseprobe dafür sorgt, dass man ständig die Wände nach Fliegen absucht...

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suriamara Avatar

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Ich fange mal beim Cover an, weil das im Feed sofort mein Auge gecatcht hat. Ich liebe den Kontrast zwischen dem tiefen Rot-Lila vom Kleid und dieser mega unheimlichen, felsigen Kulisse. Es wirkt nicht wie der typische, weichgespülte Einheitsbrei, sondern verspricht direkt was Düsteres.

Beim Lesen selbst ist mir sofort aufgefallen, wie gut die Atmosphäre transportiert wird. Die Autorin wirft einen nicht einfach in eine Fantasy-Welt, sondern lässt einen den Dreck und die Bedrohung richtig spüren. Diese Sache mit dem Erdriss und den Plagen seit 30 Jahren hat mich sofort gekriegt.
Vor allem die Fliegenplage hat mich gepackt. Man liest das und ertappt sich fast schon dabei, selbst nach Fliegen Ausschau zu halten, weil diese ständige Bedrohung so greifbar beschrieben wird. Das ist für mich richtig gutes Storytelling, weil es eben nicht nur im Kopf, sondern fast schon körperlich ankommt.

Esti hat mich emotional auch direkt abgeholt. Es tut beim Lesen fast schon weh zu sehen, wie sie als Fane von der Gesellschaft komplett ausgegrenzt und als Sündenbock benutzt wird. Aber anstatt nur die unnahbare, taffe Kämpferin zu mimen, zeigt sie durch die tiefe Bindung zu ihrer Mutter und Tante eine so verletzliche, echte Seite. Genau das macht sie für mich zu einem greifbaren Charakter, mit dem ich mitleiden kann. Besonders neugierig macht mich aber Estis Fähigkeit, die „Sterne“ anderer Menschen zu lesen. Ich bin gespannt, welche Bedeutung diese Gabe noch bekommen wird und ob sie ihr vielleicht irgendwann helfen kann.

Am Ende der Leseprobe war mein erster Gedanke: „Das war’s jetzt? Ernsthaft?“ Man bleibt mit so einer unruhigen Neugier zurück. Ich will wissen, was es mit den Bane und den Plagen noch auf sich hat, welche Rolle die Blut-Fae spielen und vor allem, was es mit dem Rattenfänger auf sich hat.

Ich erwarte von dem Buch kein oberflächliches Geplänkel, sondern eine tiefgründige, emotionale Welt, die einen schaudern lässt, aber nicht mehr loslässt. Ich würde unglaublich gerne weiterlesen, um zu sehen, ob Esti aus diesem System ausbrechen kann.