Wenn ein neuer Körper über das Leben entscheidet

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Das Cover von Queen of Faces – Die Königin der tausend Gesichter hat mich sofort neugierig gemacht. Es wirkt geheimnisvoll, elegant und hebt sich durch seine schlichte, aber ausdrucksstarke Gestaltung von vielen anderen Fantasybüchern ab. Gerade weil es nicht überladen ist, lädt es dazu ein, mehr über die Geschichte und die Welt dahinter erfahren zu wollen.

Auch die Leseprobe konnte mich direkt in ihren Bann ziehen. Petra Lords Schreibstil ist bildgewaltig, atmosphärisch und schafft es schon auf den ersten Seiten, eine faszinierende und zugleich bedrückende Welt aufzubauen. Besonders spannend finde ich das ungewöhnliche Magiesystem mit seinen verschiedenen Schulen sowie die Idee, dass Menschen ihren Körper austauschen können – allerdings nur, wenn sie es sich leisten können. Dadurch entsteht sofort eine interessante Gesellschaftskritik, die neugierig auf den weiteren Verlauf macht.

Die Protagonistin Ana – beziehungsweise Anabelle – war mir von Beginn an sympathisch. Ihr verzweifelter Wunsch, an der Paragon-Akademie aufgenommen zu werden, ist greifbar, und man fiebert sofort mit ihr mit. Der Einstieg ist emotional, düster und voller Fragen, sodass ich unbedingt wissen möchte, wie sich ihre Geschichte entwickelt und welche Rolle sie letztlich in den Machtkämpfen rund um die Akademie spielen wird. Besonders gelungen fand ich auch den Prolog, der mit seinen ungewöhnlichen Prüfungsregeln sofort deutlich macht, dass in dieser Welt ganz andere Gesetze gelten und nichts so ist, wie es zunächst scheint. Insgesamt hat die Leseprobe bei mir große Lust auf mehr geweckt und verspricht eine spannende Mischung aus Dark Fantasy, Magie und Intrigen.