DNF 400 Seiten

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fruggielicious Avatar

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Queen of faces von Petra Lord / Rezension

Ich habe das Buch leider abbrechen müssen, weil ich es andernfalls eher negativ bewerten müsste und das bei einem Debüt gerade nicht möchte. Deshalb 3 Sterne, um dem Buch nicht zu schaden.

Dank englischsprachiger Rezis mit Spoilern habe ich mir die letzten 200 Seiten, die mir fehlen, grob konstruiert, das heißt, ich kenne die Plottwists und das Ende und was in Band 2 dann kommt (nicht für mich, aber grundsätzlich).

Das Buch hat definitiv ein cooles Magiesystem: in der Welt kann man sich Körper kaufen und diese tragen, wenn der eigene Körper versagt. Männer können weibliche Körper tragen und Frauen männliche. Die Autorin setzt damit ein Zeichen für Transgender Personen. Natürlich gibt es aber einen Haken: freie Körperwahl und Zugang zu hochwertig hergestellten Körpern haben nur die Reichen und Mächtigen.

Unsere Protagonistin Ana ist hingegen arm und trägt, seit eine schwere Verletzung ihren eigenen Körper zerstört hat, einen schwächelnden Jungenkörper, der auch nicht mehr lange funktionieren wird. Nachdem sie immerzu von der magischen Schule Paragon abgelehnt wird (dort bekommt man Körper gestellt), versucht sie einen guten Körper zu stehlen, wird aber auch angerechnet vom Direktor der Schule geschnappt und geht mit ihm einen Deal ein.

Parallel hierzu gibt es noch einen anderen POV. Diese Person hat insgesamt 3 Namen und jemand anderes schlüpft hingegen in die ursprüngliche Rolle. Mehr verrate ich nicht und im letzten Drittel weiß ich ja auch keine Details mehr.

Wichtig: Man kann total gut folgen, es klingt komplex, ist aber wirklich leicht zu verstehen. Es war kein DNF wegen Verständnisproblemen.

Ich fühle mich etwas betrogen, weil die ersten ca. 100 Seiten echt gut waren. Leider ging es aber für mich schnell bergab. Irgendwann habe ich realisiert, dass ich erstens überhaupt nicht mitgerissen werde und zweitens nichts und niemanden ernst nehmen kann. Es war sehr Young Adult lastig und mit dem Begriff Dark Fantasy wird hier sehr großzügig umgegangen.

Seit Alchemised halte ich mich von Dark Fantasy eher fern und ich hatte Recht damit. Die Enttäuschung ist vorprogrammiert, wenn man erst mal ein extremes Highlight in dem Bereich gelesen hat und es einen verändert hat.

Abgesehen von der Sache mit den Körpern, die schon eine USP ist, hat sich der restliche Plot echt wie ein Shake aus allen möglichen anderen Fantasygeschichten gelesen. Mir war langweilig und ich hatte einfach keinen Spaß. Daher habe ich mich lieber nach 400 Seiten befreit und kann morgen etwas lesen, was mir auch Freude bringt.

Unsere Protagonistin ist sehr jung und weinerlich, entweder weint sie oder sie schlottert. Was okay und grundsätzlich mehr als verständlich ist, denn ihre Situation ist schlimm. ABER natürlich ist sie gleichzeitig ganz besonders und wird ausgewählt und ist die Heldin. Ich kann es einfach nicht mehr. Und die Twists, joa, direkt damit gerechnet habe ich natürlich nicht, aber in anderen Büchern schon wirklich oft gehabt.

Normalerweise schreibe ich keine Abbruchrezensionen, denn andernfalls wäre ich nur noch am Rezensionen schreiben 😂😂😂. Ich breche still ab und sehe später, ob ich dem Buch nochmal eine Chance geben will. Aber das Buch ist ein Rezensionsexemplar, daher möchte ich was dazu veröffentlichen und sagen. Es ist nicht ideal, aber ich sage lieber ehrlich wie es ist. Geschmäcker sind ja verschieden.

Macht Euch gern ein eigenes Bild!