Fantasievoll, ideenreich und erfrischend anders

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sarah.klaus Avatar

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Mit Queen of Faces – Die Königin der tausend Gesichter hat Petra Lord einen Debütroman geschrieben, der mich von Anfang an gepackt hat. Die Spannung bleibt durchgehend erhalten und einige Plot-Twists haben mich wirklich überrascht. Ich wollte immer wissen, wie es weitergeht.
Besonders spannend fand ich die Idee der austauschbaren Körper. Der Körper ist in dieser Welt lediglich ein „Gehäuse“, während das sogenannte Mark das eigene Bewusstsein darstellt. Gerade die Frage nach Identität und Körper fand ich sehr interessant vor allem vor dem biografischen Hintergrund der Autorin, die Umsetzung hat für mich hervorragend funktioniert.
Auch das Magiesystem und das Worldbuilding haben mich überzeugt. Die Welt ist sehr fantasievoll und gleichzeitig ausgesprochen düster. Dieses bedrückende Gefühl konnte Petra Lord für mich sehr gut vermitteln.
Gleichzeitig hatte ich manchmal das Gefühl, dass die Autorin für ihren Debütroman etwas zu viele Ideen auf einmal unterbringen wollte. Neben der dystopischen Welt, dem Körpersystem und der Magie gibt es Kriege, politische Konflikte und zahlreiche Figuren. Weniger wäre hier vielleicht mehr gewesen. Wenn sich die Geschichte stärker auf ein oder zwei dieser Aspekte konzentriert hätte, hätte man diese noch ausführlicher und detaillierter ausarbeiten können – und die übrigen Ideen vielleicht für einen weiteren Roman aufheben können.
Was ich außerdem erfrischend fand: Queen of Faces ist kein Romantasy-Roman. Eine Liebesgeschichte steht hier nicht im Mittelpunkt, auch wenn natürlich Gefühle thematisiert werden. Gerade dadurch hebt sich das Buch für mich wohltuend von vielen aktuellen Fantasyromanen ab.
Ich hatte viel Spaß mit diesem Buch. Es ist spannend, fantasievoll, ungewöhnlich und macht neugierig auf die Fortsetzung. Ich hätte am liebsten direkt weitergelesen. Für mich ein gelungenes Debüt und eine klare Empfehlung für alle, die Lust auf düstere Fantasy abseits der üblichen Romance-Schiene haben.