Grosses Potenzial, konnte mich aber nicht packen
Die Grundidee von "Queen of Faces" ist originell. Eine Welt, in der Körper gewechselt und wie eine Ware gehandelt werden können, bietet viele spannende Möglichkeiten. Die damit verbundene Klassengesellschaft fand ich interessant: Während die Reichen sich Gesundheit, Schönheit und beinahe ewiges Leben kaufen können, müssen alle anderen mit dem auskommen, was sie sich gerade noch leisten können. Das wirft interessante Fragen auf über Identität, Privilegien und darüber, was einen Menschen eigentlich ausmacht.
Die actiongeladenen Szenen fand ich spannend. Leider gilt das für alles dazwischen deutlich weniger. Die Handlung war stellenweise so schleppend und wenig packend geschrieben, dass ich das Buch mehrmals weggelegt habe, weil ich schlicht keine Lust mehr hatte weiterzulesen.
Die Möglichkeiten und Konsequenzen des Körperwechsels wurden für meinen Geschmack ohnehin nicht ausreichend zu Ende gedacht. Dass Menschen auch geschlechterübergreifend die Körper tauschen, ist grundsätzlich ein interessanter Aspekt. Merkwürdig fand ich jedoch, dass dies offenbar niemals jemandem etwas ausmacht und nicht einmal richtig thematisiert wird. Es wurde auch nicht vermittelt oder erklärt, weshalb ein solcher Wechsel in dieser Welt als vollkommen selbstverständlich gilt.
Auch habe ich mich immer wieder gefragt, welche Auswirkungen der Körpertausch eigentlich auf Liebesbeziehungen hat. Was geschieht mit der körperlichen Anziehung, wenn der Partner plötzlich vollkommen anders aussieht oder sogar das Geschlecht wechselt? Bleibt sie bestehen, verändert sie sich oder spielt sie in dieser Welt grundsätzlich keine Rolle? Das wären ausgesprochen interessante Fragen gewesen, sie werden jedoch nicht einmal angesprochen.
Daneben gibt es einige Regeln innerhalb dieser Welt, die für mich schlicht keinen Sinn ergeben. Besonders der Umgang mit den Erinnerungen Verstossener ist nicht logisch zu Ende gedacht. Wenn nur ein winziger Teil ihrer Erinnerung gelöscht wird, sie sich aber weiterhin an alles andere erinnern, könnten sie doch ganz einfach Nachforschungen anstellen, zurückkehren und Probleme verursachen.
Auch der angebliche Überraschungseffekt mit dem Körpertausch wird so oft verwendet, dass er schnell seinen Reiz verliert. Hinzu kommt, dass viele Informationen mehrfach wiederholt werden. Das war unnötig und ziemlich repetitiv. Teilweise hatte ich das Gefühl, als würde dem Leser nicht zugetraut, sich etwas zu merken.
Leider habe ich mich auch mit keiner der Figuren wirklich verbunden gefühlt. Obwohl teilweise sehr intensive Dinge geschehen, wird mir viel zu wenig auf die Emotionen eingegangen. Deshalb habe ich auch nicht richtig mit den Figuren mitgefiebert.
Ausserdem hätte bei einem Buch dieses Umfangs etwas Romantik die Handlung wunderbar auflockern können. Erst gegen Ende lässt sich ganz vage erahnen, dass sich vielleicht etwas entwickeln könnte, aber dafür gab es zuvor praktisch keinen Aufbau.
Gut gefallen hat mir hingegen die Botschaft über die Bedeutung von Gemeinschaft und Zusammenhalt. Das Buch zeigt, dass man nicht alles allein schaffen muss bzw. kann und dass Menschen gegenseitige Unterstützung brauchen, um zu wachsen und voranzukommen.
Insgesamt steckt in "Queen of Faces" eine originelle Idee mit viel Potenzial. Die spannenden Actionszenen und die gesellschaftlichen Themen haben mir gefallen, doch dazwischen war mir die Geschichte zu schleppend, emotional zu oberflächlich und in ihrem Worldbuilding nicht immer konsequent genug. Schade, denn aus diesem Konzept hätte man deutlich mehr rausholen können.
Die actiongeladenen Szenen fand ich spannend. Leider gilt das für alles dazwischen deutlich weniger. Die Handlung war stellenweise so schleppend und wenig packend geschrieben, dass ich das Buch mehrmals weggelegt habe, weil ich schlicht keine Lust mehr hatte weiterzulesen.
Die Möglichkeiten und Konsequenzen des Körperwechsels wurden für meinen Geschmack ohnehin nicht ausreichend zu Ende gedacht. Dass Menschen auch geschlechterübergreifend die Körper tauschen, ist grundsätzlich ein interessanter Aspekt. Merkwürdig fand ich jedoch, dass dies offenbar niemals jemandem etwas ausmacht und nicht einmal richtig thematisiert wird. Es wurde auch nicht vermittelt oder erklärt, weshalb ein solcher Wechsel in dieser Welt als vollkommen selbstverständlich gilt.
Auch habe ich mich immer wieder gefragt, welche Auswirkungen der Körpertausch eigentlich auf Liebesbeziehungen hat. Was geschieht mit der körperlichen Anziehung, wenn der Partner plötzlich vollkommen anders aussieht oder sogar das Geschlecht wechselt? Bleibt sie bestehen, verändert sie sich oder spielt sie in dieser Welt grundsätzlich keine Rolle? Das wären ausgesprochen interessante Fragen gewesen, sie werden jedoch nicht einmal angesprochen.
Daneben gibt es einige Regeln innerhalb dieser Welt, die für mich schlicht keinen Sinn ergeben. Besonders der Umgang mit den Erinnerungen Verstossener ist nicht logisch zu Ende gedacht. Wenn nur ein winziger Teil ihrer Erinnerung gelöscht wird, sie sich aber weiterhin an alles andere erinnern, könnten sie doch ganz einfach Nachforschungen anstellen, zurückkehren und Probleme verursachen.
Auch der angebliche Überraschungseffekt mit dem Körpertausch wird so oft verwendet, dass er schnell seinen Reiz verliert. Hinzu kommt, dass viele Informationen mehrfach wiederholt werden. Das war unnötig und ziemlich repetitiv. Teilweise hatte ich das Gefühl, als würde dem Leser nicht zugetraut, sich etwas zu merken.
Leider habe ich mich auch mit keiner der Figuren wirklich verbunden gefühlt. Obwohl teilweise sehr intensive Dinge geschehen, wird mir viel zu wenig auf die Emotionen eingegangen. Deshalb habe ich auch nicht richtig mit den Figuren mitgefiebert.
Ausserdem hätte bei einem Buch dieses Umfangs etwas Romantik die Handlung wunderbar auflockern können. Erst gegen Ende lässt sich ganz vage erahnen, dass sich vielleicht etwas entwickeln könnte, aber dafür gab es zuvor praktisch keinen Aufbau.
Gut gefallen hat mir hingegen die Botschaft über die Bedeutung von Gemeinschaft und Zusammenhalt. Das Buch zeigt, dass man nicht alles allein schaffen muss bzw. kann und dass Menschen gegenseitige Unterstützung brauchen, um zu wachsen und voranzukommen.
Insgesamt steckt in "Queen of Faces" eine originelle Idee mit viel Potenzial. Die spannenden Actionszenen und die gesellschaftlichen Themen haben mir gefallen, doch dazwischen war mir die Geschichte zu schleppend, emotional zu oberflächlich und in ihrem Worldbuilding nicht immer konsequent genug. Schade, denn aus diesem Konzept hätte man deutlich mehr rausholen können.