Magischer Körpertausch

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annabell95 Avatar

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Anabelle Gage lebt in einer Welt, in der man sein Körper beliebig austauschen kann, sofern man genug Geld hat. Doch sie selbst steckt in einem kranken Jungenkörper fest, weil ihre Mutter nicht genügend Geld hat. Jetzt versucht sie alles um einen neuen Körper zu bekommen. Sie versucht an der Paragon Academy aufgenommen zu werden, doch scheitert leider an der Aufnahmeprüfung. Aus Verzweiflung versucht sie, einen besseren Körper zu stehlen – wird aber vom Direktor Carriwitch erwischt. Er zwingt sie, als Spionin gegen die Rebellen um Khaiovhe zu arbeiten. Dabei gerät sie in einen Konflikt, der weit über ihr eigenes Leben hinausreicht.

Die Handlung wird überwiegend abwechselnd aus der Ich-Perspektive der beiden Hauptprotagonisten Ana und Nell erzählt. Der Einstieg ist sehr spannend und fesselnd, sodass man wissen möchte, wo die Reise hingehen wird. Jedoch verliert die Handlung im Mittelteil an Tempo. Einige Passagen ziehen sich sher in die Länge.

Der flüssige Schreibstil macht es leicht, in die Geschichte einzutauchen, und die bildhaften Beschreibungen verleihen der Welt eine Klarheit, die selten so mühelos gelingt. Die kreative Grundidee des Körpertausches ist nicht nur spannend, sondern wird intelligent in das Magiesystem und die politischen Strukturen eingefügt. Durch weitere gesellschaftliche Themen wie soziale Ungerechtigkeit, Machtmissbrauch und Korruption wird der Story noch zusätzliche Tiefe verliehen.

Die beiden Hauptprotagonisten haben zwei komplett unterschiedliche Lebensrealitäten. Ana ist sehr willensstark, authentisch und kämpferisch. Ihr sterbender Körper ist nicht nur ein physischer Konflikt, sondern ein emotionaler und ihr Wunsch, an die Paragon Academy zu gelangen um einen neuen Körper zu bekommen, treibt jede ihrer Entscheidungen voran.
Nell dagegen wirkt zunächst abweisend, fast unsympathisch. Doch je mehr man über ihre Vergangenheit erfährt, desto klarer wird, warum sie ist, wie sie ist. Nach und nach zeigt sich ihre Verletzlichkeit.

Mein Fazit:
Eine kreative Fantasy-Story, aber leider mit ein paar Schwächen in der Spannung. Leider zogen sich einige Passagen in die Länge, die gerne auch kürzer hätten sein können. Trotzdem sehr interessant, wofür ich gerne eine Leseempfehlung gebe.