Vielschichtig

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lukasliestgern Avatar

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"Queen of Faces" ist eines meiner großen - wenn nicht sogar das - Highlights diesesn Jahres. Schon der Klappentext sprach mich an und erinnerte mich an den Film "in time", nur dass hier nicht Lebenszzeit transferiert wird, sondern die Körper. So stellen diese ein wichtiges Gut dar, über dass die Reichen in Masse verfügen, während die Armen in iihren kranken Körpern versterben.

Ana Gage ist selbst solch ein sterbender Körper. Da sie jedoch nicht aufgeben will, dringt sie schnell tiefer in die dubiosen Machenschaften der Politik. Hier stehen sich Akademische Superreiche und eine Untergrundorganisation namens "Alltag" gegenüber, die Chancengleichheit verspricht. Doch wer hier die Bösen und wer die Guten sind, lässt sich weder auf den ersten, noch auf den zweiten Blick leicht sagen.

Die Handlung ist also vielschichtig, spannend und unvorhersehbar. Hinzu kommt ein fesselnder Schreibstil und Charaktere voller Fehler, die man doch schnell ins Herz schließt. Und auch hier ist niemand einfach nur abgrundtief böse oder der Retter der Welt. Ein zweites Mal hinschauen lohnt sich immer, was auch den Reiz an diesem Buch ausmachte. Ich hatte immer das Gefühl, dass noch mehr kommen würde ... und irgendwie kam es das auch.

Der Körpertausch, die Frage nach der eigenen Identität und Sexualität ist darüberhinaus ein weiterer spannender Punkt, den diese Geschichte die ganze Zeit mitträgt und anregt. Alles in allem so wunderbar Neuwertig, dass es einen wunden Punkt trifft und man einfach immer weiterlesen will.