Red

Róisín und Red

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astridmel Avatar

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Irland, Oktober 1982:

In einem kleinen Ort, unweit von Dublin, lernen sich Red Camelin und Róisín kennen. Róisín, die aus Nordirland hergezogen ist, durch ihren Akzent auffällt und bisher nicht wirklich Anklang in der Schule gefunden hat, wird von dem beliebtesten Mädchen der Klasse angefragt, die Briefbotin zu spielen, um deren großen Schwarm Red mit Briefen auszustatten. So entwickelt sich zwischen Róisín und Red eine mehr und mehr vertraute Beziehung. Róisín offenbart Red ihre größten Familiengeheimnisse sowie die Trennung der Eltern, allerdings erfährt sie wenig über Red, der in einer gut situierten Familie aufzuwachsen scheint. Als Red aber schließlich von zu Hause rausgeschmissen wird und ein immenser Familienstreit aufzieht, bekommt Róisín lediglich nur eine kleine Ahnung davon, dass einiges bei ihm im Argen ist. Red zieht zunächst nach London und zunächst verlieren sich die beiden aus den Augen bis Róisín einige Jahre später während ihres Studiums unverhofft kurzfristig in London unterkommen muss und Red ihr in einem besetzten Haus, in dem er mit anderen lebt, Unterschlupf gewährt. Während sich Róisín nach einem Schicksalsschlag nach und nach wieder fängt und ihren Weg geht, verliert sich Red immer mehr in einem Sumpf aus Abhängigkeiten. Die beiden werden sich immer wieder aus den Augen verlieren und kommen dennoch innerlich nicht von einander los.

Über einen Zeitraum von 25 Jahren schreibt Louise Kennedy über Red und Ró - zwei , die sich gefunden haben und wieder verlieren, zwei, die sich wiederfinden und von einander entfernen und zwei, die immer wieder auf der Suche nacheinander und sich selbst sind.
In den drei Teilen des Romans reisen wir durch Róisíns Perspektive ins Irland der 80er, erfahren vieles über die die politische Situation und Spannungen dieser Zeit sowie über gesellschaftliche Zusammenhänge junger irischer Menschen und deren Identität.
Ich habe mit Róisín mitgelitten, ihre Geschichte in mir aufgesogen und war gefesselt von den Beschreibungen ihrer Beziehung zu Red. Hier und da hätten ein paar Sequenzen für mich etwas kürzer sein können, was der Handlung allerdings keinen Abbruch getan hat.
Ich habe "Red" sehr gerne gelesen, daher eine große Leseempfehlung von meiner Seite!