Augen zu. Eine Sekunde warten. Augen auf.

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𝘝𝘪𝘦𝘭𝘭𝘦𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘴𝘪𝘦𝘩𝘵 𝘎𝘭𝘶̈𝘤𝘬 𝘴𝘰 𝘢𝘶𝘴 𝘸𝘪𝘦𝘨𝘦𝘣𝘳𝘰𝘤𝘩𝘦𝘯𝘦𝘴 𝘓𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘪𝘯 𝘦𝘪𝘯𝘦𝘮 𝘧𝘭𝘦𝘤𝘬𝘪𝘨𝘦𝘯 𝘚𝘱𝘪𝘦𝘨𝘦𝘭.

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Nachdem mir 𝘒𝘭𝘢𝘱𝘱𝘦𝘳 schon richtig gut gefallen hat, war ich sehr gespannt auf 𝘚𝘢𝘭𝘵𝘰 und wurde nicht enttäuscht. Der Roman erzählt ruhig und einfühlsam von einer Lebensphase, in der alles offen scheint und doch jede Entscheidung Gewicht hat.

Wir lernen Marko und Claire kennen, zwei junge Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Marko ist geprägt von Unsicherheit, von einem ständigen „Vielleicht“. Claire dagegen wirkt klar, entschlossen und zielgerichtet. Gerade diese Gegensätzlichkeit macht ihre Dynamik so interessant. Nach dem Abitur stehen beide an einem Wendepunkt: Welche Wege schlägt man ein? Und zu welchem Menschen wird man dabei? Die Figuren wirken authentisch und greifbar, ihre Entwicklung ist leise, aber spürbar.

Neubeginn, Selbstfindung und der Umgang mit Krankheit spielen eine zentrale Rolle. Der Roman zeigt, wie prägend Schicksalsschläge sein können und gleichzeitig, wie Hoffnung entstehen kann. Diese Mischung aus Verletzlichkeit und Wachstum verleiht der Geschichte eine besondere emotionale Tiefe. Gerade als chronisch kranker Mensch konnte ich mich gesehen fühlen und sehr mit Marko und Claire mitfühlen.

Die Atmosphäre schwankt zwischen schweren Momenten und solchen, die sich anfühlen wie die Sonne nach Regen - leise, warm und hoffnungsvoll.
Der Schreibstil ist richtig schön: ruhig, zugleich eindringlich und lässt Raum zum Nachfühlen und Nachdenken.

Ein gefühlvoller Coming-of-Age-Roman über das Erwachsenwerden, über Umbrüche und darüber, den eigenen Weg zu finden. Emotional, nahbar und voller leiser Stärke. Ein Buch, aus dem ich selbst etwas mitnehmen konnte.
Tolle Lektüre und klare Leseempfehlung!

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
(10/10)