Schaschas Sicht
Die neunjährige Schascha liebt Bücher und hat von ihrem Zimmer den perfekten Überblick über den Münsterplatz. Dort läuft täglich ein älterer Herr vorbei, Carl Kollhoff ist mit Büchern bepackt und Schascha ist ganz fasziniert von ihm, sie nennt ihn den Buchspazierer und möchte unbedingt wissen, wohin ihn seine Wege bringen. Eines Tages schließt sich Schascha ihm an, lernt neue Menschen kennen und verbreitet Mut und Freude in der Stadt. Bis der Buchspazierer nicht mehr auftaucht und Schascha mutig sein muss.
Schascha und der Buchspazierer von Carsten Henn adaptiert den Roman ‚Der Buchspazierer‘ und richtet sich an Leser:innen ab 9 Jahren. Durch den Perspektivwechsel hin zur neunjährigen Schascha gelingt der sprachliche Wandel perfekt, der Text ist kindgerecht, aber im Schriftbild durchaus anspruchsvoll - keine Absätze und geringe Schriftgröße lassen die Kapitel länger wirken.
Mir hat der Roman ‚Der Buchspazierer‘ unheimlich gut gefallen, weswegen ich mich auf das Kinderbuch gefreut habe und der Geschichte natürlich sehr gerne gefolgt bin. Meine Mitleserin (10 Jahre) empfand das Buch phasenweise jedoch eher langweilig und konnte mit den wunderschönen Verbindungen innerhalb des Buchs wenig anfangen. Kritischer sehe ich in dem Fall auch die eingebettete Themen wie häusliche oder generelle Gewalt, die stattfindet, erwähnt, teilweise deutlich beschrieben und gezeichnet, aber nie richtig verarbeitet wird. Gerade häusliche Gewalt kann von Kindern in dem Alter erlebt werden und sollte - wenn es offensichtlich angesprochen wird - auch entsprechend thematisiert werden, das wurde mir leider zu schwach aufgelöst.
Besonders hervorheben möchte ich allerdings die Zeichnungen der Illustratorin Annelie Schulze, welche die Geschichte lebendig werden ließen. Wir hatten unheimlichen Spaß daran, die vielen Zeichnungen zu betrachten. Annelie Schulze hat mit diesen die Geschichte zum Leben erweckt und eine tolle Begleitung zum Text erschaffen!
Am Ende steh ich daher ein bisschen im Zwiespalt. Als Liebhaberin des Romans hat mir die Geschichte aus Schaschas Perspektive auch gut gefallen und ging mir wieder ans Herz. Dennoch muss ich es als Kinderbuch etwas kritisieren und für Kinder gehört es auch eher zu einer ruhigen Geschichte, die jedoch sicherlich ihre Leser:innen finden wird.
Schascha und der Buchspazierer von Carsten Henn adaptiert den Roman ‚Der Buchspazierer‘ und richtet sich an Leser:innen ab 9 Jahren. Durch den Perspektivwechsel hin zur neunjährigen Schascha gelingt der sprachliche Wandel perfekt, der Text ist kindgerecht, aber im Schriftbild durchaus anspruchsvoll - keine Absätze und geringe Schriftgröße lassen die Kapitel länger wirken.
Mir hat der Roman ‚Der Buchspazierer‘ unheimlich gut gefallen, weswegen ich mich auf das Kinderbuch gefreut habe und der Geschichte natürlich sehr gerne gefolgt bin. Meine Mitleserin (10 Jahre) empfand das Buch phasenweise jedoch eher langweilig und konnte mit den wunderschönen Verbindungen innerhalb des Buchs wenig anfangen. Kritischer sehe ich in dem Fall auch die eingebettete Themen wie häusliche oder generelle Gewalt, die stattfindet, erwähnt, teilweise deutlich beschrieben und gezeichnet, aber nie richtig verarbeitet wird. Gerade häusliche Gewalt kann von Kindern in dem Alter erlebt werden und sollte - wenn es offensichtlich angesprochen wird - auch entsprechend thematisiert werden, das wurde mir leider zu schwach aufgelöst.
Besonders hervorheben möchte ich allerdings die Zeichnungen der Illustratorin Annelie Schulze, welche die Geschichte lebendig werden ließen. Wir hatten unheimlichen Spaß daran, die vielen Zeichnungen zu betrachten. Annelie Schulze hat mit diesen die Geschichte zum Leben erweckt und eine tolle Begleitung zum Text erschaffen!
Am Ende steh ich daher ein bisschen im Zwiespalt. Als Liebhaberin des Romans hat mir die Geschichte aus Schaschas Perspektive auch gut gefallen und ging mir wieder ans Herz. Dennoch muss ich es als Kinderbuch etwas kritisieren und für Kinder gehört es auch eher zu einer ruhigen Geschichte, die jedoch sicherlich ihre Leser:innen finden wird.