Spannendes Konzept für eine etwas ältere Zielgruppe

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Worum geht’s?
Um das Leben seiner besten Freundin Sara zu retten, wünscht sich Pete vom Weihnachtsmann, dass sie von ihrer unheilbaren Krankheit geheilt wird. Auf wundersame Weise wacht sie am nächsten Morgen gesund auf – doch dafür bezahlt Pete mit seinem Schatten, den die beiden nun unbedingt zurückholen müssen.


Meine Meinung:
Als Graphic-Novel-Fan war ich definitiv gespannt auf diese Geschichte, auch wenn ich sie jetzt im Nachhinein eher für eine etwas ältere Zielgruppe einordnen würde, als das die Altersempfehlung hier tut.

Die Grundidee der Geschichte hat mir wirklich gut gefallen, insbesondere weil erst im Laufe der Handlung klar wird, wie wichtig ein Schatten für einen Menschen eigentlich ist und was das für Charakter, Persönlichkeit und das Menschsein an sich bedeutet. Bei einem Buch, das ab einem Alter von zehn Jahren empfohlen wird, hätte ich tatsächlich nicht mit so viel Tiefgang gerechnet, weshalb ich durchaus positiv überrascht war. Auch die übergeordneten Themen wie Freundschaft, Nächstenliebe und Gemeinschaft fand ich durchaus gut umgesetzt, insbesondere wenn man bedenkt, wie reduziert eine Graphic Novel eigentlich mit Worten umgehen muss und was das für die Botschaften der Geschichte bedeutet.

Auch die Gestaltung an sich hat mir gut gefallen, wobei ich den durchaus nordischen Einschlag für Zehnjährige noch nicht ganz altersgerecht finde. Für etwas ältere Leseratten ist dieses Buch aber sicherlich spannend zu lesen, auch wenn man definitiv alle Bände lesen muss, um nicht an einem offenen und unbefriedigenden Ende hängen zu bleiben.


Fazit:
Das eher offene Ende ist definitiv ein wenig frustrierend, weckt aber gleichzeitig Neugierde auf Band zwei der Reihe. Für die angegebene Altersgruppe finde ich das Buch noch nicht ganz passend, grundsätzlich haben mir Themen und Umsetzung aber ziemlich gut gefallen.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.