Aufarbeitung einer komplexen Mutter-Tochter-Beziehung
Margaret kehrt in ihr Elternhaus zurück, um sich um ihre im Sterben liegende Mutter zu kümmern und mit der Rückkehr ins Elternhaus kehren auch die Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend zurück. An die unbeschwerten Sommertage mit ihrer besten Freundin Biddy. An die langen Sommerabende, an denen sie im Garten Verstecken spielten. An die ambivalente Liebe zu ihrer Mutter, die immer alles und jeden unter Kontrolle haben wollte. Und an jenen heißen Sommer, als sich die pubertierenden Nachbarsjungen und auch ihr eigener Bruder etwas zu sehr für Margaret interessierten. "Es war Neal, der in diesem schlimmen Sommer sechs, sieben, vielleicht achtmal in ihr Zimmer kam. Er fasste sie immer nur an, wenn sie schlief, immer nur, bis sie sich regte und zusammenzuckte und die Decke um ihre Knie spürte wie seichtes Wasser."
Als Margaret eine Kamera in ihrem Bad entdeckt und den Verdacht hat, dass Neal sie gefilmt hat, unternimmt sie einen Versuch, sich ihrer Mutter anzuvertrauen und wird bitter enttäuscht. "Was auch immer als Nächstes passieren mochte, niemand würde sie beschützen. Zu spät begriff Margaret, was Elizabeths Gesichtsausdruck bedeutet hatte. Sie hatte um Hilfe gebeten, Margaret angefleht, nur dieses eine Mal, um einen wirklich großen Gefallen. Sie hatte gesagt: Bitte zwing mich nicht, mir das anzusehen."
Dieser Missbrauch hinterlässt Spuren bei Margaret. Auch als erwachsene Frau und Mutter zweier Töchter hat sie immer noch damit zu kämpfen. Ihre Ehe zerbricht, ihre Beziehung zu ihrem neuen Partner und dessen pubertierenden Söhnen ist dadurch belastet, auch mit ihrer Sexualität, ihrem Wunsch nach Unterwerfung hadert sie. Doch vor allen Dingen haben die Ereignisse jenes Sommers die Beziehung zu ihrer Mutter geprägt.
Die Autorin legt hier ein beeindruckendes Debüt hin. Mit klarer, eleganter, leicht flirrender Sprache zeichnet sie das komplexe Machtgefüge einer Familie, in der Schweigen die vorherrschende Sprache ist und legt die Folgen von Missbrauch behutsam offen. Sie arbeitet die komplizierte Mutter-Tochter-Beziehung feinfühlig auf und zeigt sehr gekonnt die ambivalente Liebe eines Kindes zu seiner Mutter auf, die tiefen Verletzungen, die Elizabeth Margaret durch ihr Schweigen und ihr Wegsehen zugefügt hat und wie sehr sich Margaret dennoch nach Elizabeths Liebe sehnt. Eine Geschichte, die - Tage später - immer noch in mir nachhallt. Absolut lesenswert!
Als Margaret eine Kamera in ihrem Bad entdeckt und den Verdacht hat, dass Neal sie gefilmt hat, unternimmt sie einen Versuch, sich ihrer Mutter anzuvertrauen und wird bitter enttäuscht. "Was auch immer als Nächstes passieren mochte, niemand würde sie beschützen. Zu spät begriff Margaret, was Elizabeths Gesichtsausdruck bedeutet hatte. Sie hatte um Hilfe gebeten, Margaret angefleht, nur dieses eine Mal, um einen wirklich großen Gefallen. Sie hatte gesagt: Bitte zwing mich nicht, mir das anzusehen."
Dieser Missbrauch hinterlässt Spuren bei Margaret. Auch als erwachsene Frau und Mutter zweier Töchter hat sie immer noch damit zu kämpfen. Ihre Ehe zerbricht, ihre Beziehung zu ihrem neuen Partner und dessen pubertierenden Söhnen ist dadurch belastet, auch mit ihrer Sexualität, ihrem Wunsch nach Unterwerfung hadert sie. Doch vor allen Dingen haben die Ereignisse jenes Sommers die Beziehung zu ihrer Mutter geprägt.
Die Autorin legt hier ein beeindruckendes Debüt hin. Mit klarer, eleganter, leicht flirrender Sprache zeichnet sie das komplexe Machtgefüge einer Familie, in der Schweigen die vorherrschende Sprache ist und legt die Folgen von Missbrauch behutsam offen. Sie arbeitet die komplizierte Mutter-Tochter-Beziehung feinfühlig auf und zeigt sehr gekonnt die ambivalente Liebe eines Kindes zu seiner Mutter auf, die tiefen Verletzungen, die Elizabeth Margaret durch ihr Schweigen und ihr Wegsehen zugefügt hat und wie sehr sich Margaret dennoch nach Elizabeths Liebe sehnt. Eine Geschichte, die - Tage später - immer noch in mir nachhallt. Absolut lesenswert!