Fängt sehr stark an...
... und kann dann leider die Spannung oder Neugier nicht bis zum Ende halten.
Der Anfang ist richtig stark, es werden die Geschehnisse und Familiengefüge in verschiedenen Zeitebenen erzählt und ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was mit der Mutter, die auch nur beim Vornamen genannt wird, nicht stimmt. Eine Familienpatriarchin, die ihre Tochter deutlich härter anfasst als ihren Sohn und mit ihrer Kälte schließlich zum Schweigen bringt. Die Episode mit dem Zwangsschuheeinkauf war wirklich einprägsam, seltsam und doch vorstellbar. Das war sehr bewegend.
Mich hat das Buch aber leider nach dem 2. Drittel verloren, was meiner Meinung nach an vielen nicht notwendigen Nebenschauplätzen liegt. Wofür braucht es die sexuellen Beschreibungen mit ihrem neuen Partner? Ich kann mir vielleicht vorstellen, dass es die Emanzipation durch gewollte Unterwerfung sein könnte oder das beständige Opferverhalten von Menschen mit Gewalterfahrungen. Aber das sind völlig unterschiedliche Dinge,die fast nebensächlich erzählt werden und gen Ende völlig untergehen und nicht aufgelöst werden. Für solche Nebengeschichten gäbe es viele Beispiele. Die Protagonistin selber blieb mir unnahbar, trotz ihres angenehm schwarzen Humors und interessanten Sichtweisen, die ich wirklich auch sehr inspirierend fand. Aber ich sehe auch keine angekündigte tröstliche Entwicklung. Die Patriarchin fehlt am Ende, das Familiengeheimnis bekommt eine banale, nichts erklärende Begründung und das Leben plätschert weiter... ich finde es sehr schade, die Geschichte und die Erzählweise hätte für mich wirklich das Zeug für ganz großes Kino gehabt, wenn sie konzentrierter und tiefgängiger erzählt worden wäre. Aber das ist nur meine Meinung, für Interessierte an ruhigen, leisem Geschichten kann ich das Buch dennoch empfehlen.
Der Anfang ist richtig stark, es werden die Geschehnisse und Familiengefüge in verschiedenen Zeitebenen erzählt und ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was mit der Mutter, die auch nur beim Vornamen genannt wird, nicht stimmt. Eine Familienpatriarchin, die ihre Tochter deutlich härter anfasst als ihren Sohn und mit ihrer Kälte schließlich zum Schweigen bringt. Die Episode mit dem Zwangsschuheeinkauf war wirklich einprägsam, seltsam und doch vorstellbar. Das war sehr bewegend.
Mich hat das Buch aber leider nach dem 2. Drittel verloren, was meiner Meinung nach an vielen nicht notwendigen Nebenschauplätzen liegt. Wofür braucht es die sexuellen Beschreibungen mit ihrem neuen Partner? Ich kann mir vielleicht vorstellen, dass es die Emanzipation durch gewollte Unterwerfung sein könnte oder das beständige Opferverhalten von Menschen mit Gewalterfahrungen. Aber das sind völlig unterschiedliche Dinge,die fast nebensächlich erzählt werden und gen Ende völlig untergehen und nicht aufgelöst werden. Für solche Nebengeschichten gäbe es viele Beispiele. Die Protagonistin selber blieb mir unnahbar, trotz ihres angenehm schwarzen Humors und interessanten Sichtweisen, die ich wirklich auch sehr inspirierend fand. Aber ich sehe auch keine angekündigte tröstliche Entwicklung. Die Patriarchin fehlt am Ende, das Familiengeheimnis bekommt eine banale, nichts erklärende Begründung und das Leben plätschert weiter... ich finde es sehr schade, die Geschichte und die Erzählweise hätte für mich wirklich das Zeug für ganz großes Kino gehabt, wenn sie konzentrierter und tiefgängiger erzählt worden wäre. Aber das ist nur meine Meinung, für Interessierte an ruhigen, leisem Geschichten kann ich das Buch dennoch empfehlen.