Familienportrait mit viel Schweigen
Margaret versteckt sich gerne im Garten und sie spielt mit den Brüdern und den Freunden aus der Nachbarschaft. Biddy ist ihre beste Freundin und gemeinsam tollen sie im Pool und genießen die Unbeschwertheit der Kindheit und Jugend. Aber dann entdeckt Margaret eine Kamera im Bad und wird vom besten Freund ihres Bruders berührt, so wie sie es nicht möchte. Ihre Mutter hört da nicht hin, wird hart und man muss spuren und nach ihren Regeln parieren. Dann lernen wir Margaret als Mutter kennen, wie sie mit ihren Töchtern und ihrem Ex-Mann ins ehemalige Elternhaus zurück kehrt. HIer lernen die Töchter kennen, was ihre Mutter so geliebt hat und Margaret fühlt sich zurück katapultiert und sie erinnert sich auch. Sie macht sich aber auch Sorgen, denn ihrer Mutter geht es nicht gut. Schlaf ist ein Familienportrait über Jahrzehnte erzählt und mit vielen heißen Eisen. Schweigen in der Familie, wie ein langer Schlaf, verschweigen und ignorieren von Missbrauch, im Schlaf bekommt man es nicht mit, der Tod naht und man will noch aufräumen, ausmisten und alles regeln, der ewige Schlaf wartet. Ich mag die ruhige Art von Honor Jones und wie sie diese Familiengeschichte entfaltet. Nicht plump oder mit dem Vorschlaghammer, sondern fein und leise und doch eindringlich. Hier scheint so viel nicht zu sein, wie es auf den ersten Blick scheint.