Konnte mich nicht erreichen

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kokoloreslot Avatar

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„Schlaf“ erzählt die Geschichte von Margaret und ihrer belasteten Beziehung zu ihrer narzisstischen Mutter Elisabeth. Besonders Margarets Kindheit nimmt im ersten Teil eine zentrale Rolle ein und wird erzählerisch intensiv dargestellt. Später, als Margaret erwachsen ist und selbst zwei Töchter hat, wird deutlich, wie sehr sie ihre Erfahrungen nie wirklich verarbeitet hat. Ab diesem Punkt verlor ich jedoch zunehmend das Interesse. Zwar gefielen mir der humorvolle Ansatz und manche Beschreibungen, doch die Erzählweise erschwerte mir den Zugang zur Geschichte.

Ich hätte mir eine Sprache gewünscht, die nicht nur sachlich berichtet, sondern auch emotional berührt und verschiedene Perspektiven vielschichtig öffnet. Für mich blieb „Schlaf“ erzählerisch zu oberflächlich und verfehlte es, die komplexe Tiefe von familiärem Missbrauch und traumatischen Erfahrungen wirklich greifbar zu machen. Die Geschichte wirkte dadurch wenig ausgewogen und hinterließ bei mir ein Gefühl der Unzufriedenheit.