Leises Beziehungsgeflecht
Ein Sommer hat sich in Margarets Kopf festgesetzt, verfolgt sie wie ein schlechter Traum. Nur, dass es eben keiner ist. Kurz vor ihrer Pubertät ist sie sexuell missbraucht worden - von ihrem eigenen Bruder. Nun, selbst Mutter von zwei kleinen Töchtern, versucht sie das, was ihr passiert ist zu verarbeiten - und vor allem ihre Mutter zu verstehen, die damals weggesehen hat.
Honor Jones beschreibt in "Schlaf" genau diese Mutter-Tochter-Beziehung, die von Härte, Ignoranz und Abwertung geprägt ist. Margaret kämpft um die Anerkennung und Liebe ihrer Mutter, läuft aber immer wieder gegen hohe Mauern. In "Schlaf" geht es aber auch um die Lebensrealitäten heranwachsender und erwachsener Frauen, die sexualisiert oder für ihre Sexualität beschämt werden.
Das, was Honor Jones erzählt ist meist ganz leise, transportiert durch einfache Beobachtungen, die ohne Bewertung daherkommen und sich manchmal auch erst ganz langsam und sachte zu einem großen Ganzen zusammensetzen. Mir haben diese Beobachtungen unheimlich gut gefallen. Dennoch war das Buch für mich an einigen Stellen zu langsam, Margaret blieb mir als Protagonistin irgendwie zu fern und ich konnte nicht immer alle ihre Eigenarten nachvollziehen.
Dennoch habe ich "Schlaf" gerne gelesen und finde, dass es vor allem wegen der Auswirkungen von Traumata auf das spätere Leben ein guter Read ist.
Honor Jones beschreibt in "Schlaf" genau diese Mutter-Tochter-Beziehung, die von Härte, Ignoranz und Abwertung geprägt ist. Margaret kämpft um die Anerkennung und Liebe ihrer Mutter, läuft aber immer wieder gegen hohe Mauern. In "Schlaf" geht es aber auch um die Lebensrealitäten heranwachsender und erwachsener Frauen, die sexualisiert oder für ihre Sexualität beschämt werden.
Das, was Honor Jones erzählt ist meist ganz leise, transportiert durch einfache Beobachtungen, die ohne Bewertung daherkommen und sich manchmal auch erst ganz langsam und sachte zu einem großen Ganzen zusammensetzen. Mir haben diese Beobachtungen unheimlich gut gefallen. Dennoch war das Buch für mich an einigen Stellen zu langsam, Margaret blieb mir als Protagonistin irgendwie zu fern und ich konnte nicht immer alle ihre Eigenarten nachvollziehen.
Dennoch habe ich "Schlaf" gerne gelesen und finde, dass es vor allem wegen der Auswirkungen von Traumata auf das spätere Leben ein guter Read ist.