Literarische Aufarbeitung eines Kindheitstraumas
Margaret wächst in einem idyllischen Vorort von New York auf. Sie leidet sowohl unter ihrer strengen, kaltherzigen Mutter, als auch unter ihrem älteren Bruder, der sie mit einer versteckten Kamera im Badezimmer filmt und nachts heimlich zu ihr ins Zimmer schleicht und sie berührt. Leider kann sie sich niemandem anvertrauen und ihre Versuche, sich selbst zu schützen, bleiben erfolglos. 25 Jahre später kehrt sie mit ihren beiden Töchtern ins Elternhaus zurück, da ihre Mutter schwer krank ist. Sie versucht, die Vergangenheit aufzuarbeiten.
Dieser eher zurückhaltende Roman springt in den Zeitebenen hin und her und lässt uns an Alltagssituationen damals wie heute teilhaben. Im Vordergrund steht Margarets Seelenleben, das aber immer nur indirekt und anhand der Geschehnisse verhandelt wird. Die Figur wirkt daher distanziert, wenngleich man Mitgefühl mit ihr empfindet. Aufgrund des fehlenden Spannungsbogens kann der Roman vielleicht als langweilig empfunden werden, auch wenn die geschilderten Szenen sprachlich sehr überzeugend gestaltet sind. Schlaf ist ein eher stilles, atmosphärisches Buch für Leserinnen und Leser, die feinfühlige, introspektive Literatur schätzen.
Dieser eher zurückhaltende Roman springt in den Zeitebenen hin und her und lässt uns an Alltagssituationen damals wie heute teilhaben. Im Vordergrund steht Margarets Seelenleben, das aber immer nur indirekt und anhand der Geschehnisse verhandelt wird. Die Figur wirkt daher distanziert, wenngleich man Mitgefühl mit ihr empfindet. Aufgrund des fehlenden Spannungsbogens kann der Roman vielleicht als langweilig empfunden werden, auch wenn die geschilderten Szenen sprachlich sehr überzeugend gestaltet sind. Schlaf ist ein eher stilles, atmosphärisches Buch für Leserinnen und Leser, die feinfühlige, introspektive Literatur schätzen.