Mutter-Tochter Verhältnis

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ullap64 Avatar

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Im Mittelpunkt dieser Geschichte stehen Margret, Mutter von zwei kleinen Töchtern und ihre Mutter Elisabeth. In immer wieder kehrenden Rückblenden in die Vergangenheit erfahren wir, dass zu Margrets Kinderzeit diese die sexuell motivierten Übergriffe ihrer nur wenige Jahre älteren Bruders zu ertragen hatte, die sie bis in die Gegenwart hinein begleiten, mal mehr, mal weniger eindringlich. Richtig aussprechen konnte sie ihre Erlebnisse nie, weder gegenüber der Mutter noch gegenüber ihren jeweiligen Partnern, leichte Andeutungen wurden von diesen scheinbar nicht wahr- oder auch ernstgenommen.
Ein interessantes und auch wichtiges ernsthaftes Thema wurde für mich zu Beginn des Romans mit leiser aber doch eindringlicher Sprache eingeführt, ging dann aber im Verlauf der Handlung immer mehr verloren, so dass ich nie richtig wusste, worauf die Geschichte überhaupt hinausläuft. Dabei fand ich alle Charaktere, selbst die betroffene Hauptperson Margret recht unnahbar. Vielleicht war die inhaltliche Sprachlosigkeit auch so gewollt und sollte Margrets eigene Zerrissenheit widerspiegeln, für mich hat man hier aber die Thematik nicht genügend ausgereizt, die Geschichte erschien mir daher auch nicht so recht zu Ende erzählt.